Waldeck-Frankenberger Verkehrswacht zieht Bilanz bei Jahreshauptversammlung in Korbach

„Mehr Sicherheit auf unseren Straßen“

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Der neue Vorstand der Waldeck-Frankenberger Verkehrswacht: Dieter Waßmuth, Ferdinand Hagenbach, der geehrte Vorsitzende Rolf Crone, Claudia Schubert und Dietmar Brüssau. Rechts: Referent Hubertus Hannapel.

Waldeck - Frankenberg. - Insgesamt 3545 Stunden haben die Mitglieder der Waldeck-Frankenberger Verkehrswacht 2013 ehrenamtlich geleistet.

Diese Zahl nannte der Vorsitzende Rolf Crone am Mittwochabend bei der Jahreshauptversammlung im Korbacher Hotel „Goldflair“. Er hoffe, die Kreisverkehrswacht habe damit „einen Beitrag für mehr Sicherheit auf unseren Straßen geleistet“. Dabei zeige schon ein Blick auf die Unfallstatistik: „Unsere Arbeit hat sich bezahlt gemacht.“

Bundesweit habe die Zahl der Unfälle einen „historischen Tiefstand“ erreicht, die Zahl der Toten sei erneut um sieben Prozent gesunken. Auf Landstraßen sei die Unfallzahl um zwölf Prozent zurückgegangen, innerorts um zehn Prozent.

Risikogruppe Jugendliche

Diese positive Entwicklung sei auch ein Erfolg der Bemühungen um mehr Verkehrssicherheit, ob es Programme der Polizei zur Vorbeugung seien oder die „Mobilitätsschulungen“ der Verkehrswacht für alle Altersgruppen. Faktoren seien aber auch die intensivere Ausbildung der Fahrschulen, mehr Kontrollen der Polizei, bessere Straßen und Fahrzeuge und ein besseres Rettungssystem, sagte Crone.

Allerdings sei noch viel zu tun: Eine „Risikogruppe“ blieben Jugendliche zwischen 18 und 24 Jahren, die zu 20 Prozent an Unfällen beteiligt seien. Ein wachsendes Problem sind laut Crone Unfälle, bei denen sich Fahrer durch ihre Smartphones haben ablenken lassen. Bei einer Umfrage hätten 30 Prozent von ihnen zugegeben, während der Fahrt Nachrichten gelesen zu haben, 20 Prozent hätten sogar welche geschrieben.

Der „Leistungsbericht“ für 2013 weist 42 Elternabende zum Programm „Kind und Verkehr“ aus, die vier Polizisten der beiden Jugendverkehrsschulen im Kreis haben 1512 Schülern die Fahrradprüfung abgenommen, an 52 Kindergärten gab es eine Beratung über den „sicheren Schulweg“. Bei der „Aktion junge Fahrer“ speziell für Schüler gab es zwölf Angebote mit 1530 Teilnehmern, hinzu kamen fünf landesweite Aktionstage mit 630 Teilnehmern. Am Sicherheitstraining beteiligten sich bei 40 Kursen 287 Autofahrer und 121 Motorradfahrer. Auch bei Gewerbeschauen und anderen Ereignissen war der gemeinnützige Verein vertreten. So bot er neben Informationen 778 Sehtests und 581 Reaktionstests an.

Crone rief auf, die Zusammenarbeit mit Polizei, Kommunen, Verkehrsbeiräten oder „Hessen Mobil“ zu verstärken und weiter Aufklärung zu betreiben, gerade für Fußgänger, Senioren und Kinder. In diesem Jahr wolle sich die Kreisverkehrswacht verstärkt um das Thema „Alkohol und Drogen am Steuer“ sowie um die Mobilitätsschulung für Kinder und Jugendliche, Senioren und Menschen mit Beeinträchtigungen kümmern.

Ferdinand Hagenbach berichtete, die Verkehrswacht habe für 2013 erneut zwölf Aktionen für junge Fahrer gemeldet, in Frankenberg gebe es eine Aktion für Behinderte, außerdem gab es einen Vortrag bei den Waldecker Landsenioren. Claudia Schubert regte an, in Zusammenarbeit mit dem Fritzlarer Schulamt ein zentrales Training für Förderschulen an der Geschäftsstelle der Verkehrswacht in Mengeringhausen zu organisieren.

Nach vier Jahren wählten die Mitglieder einen neuen Vorstand, alle Amtsinhaber wurden einstimmig bestätigt: Vorsitzender bleibt Rolf Crone, sein Stellvertreter Ferdinand Hagenbach, Schatzmeister Dietmar Brüssau und Schriftführer Dieter Waßmuth. Claudia Schubert wurde neue Beauftragte für die Verkehrserziehung.

Als Beisitzer und in den Beirat beruft der Vorstand zudem Hermann Hasecke aus Fürstenberg, Lars Jockel aus Mengeringhausen, Hans Henning Pieler aus Bad Arolsen, Matthias Hübner und Hartmut Ide aus Bad Wildungen sowie Dieter Riff und Patrick Hasecke aus Korbach.

Claudia Schubert überreichte als Vorsitzende der Verkehrswacht Waldecker Land eine Urkunde an Rolf Crone, der seit zehn Jahren Mitglied ist.

Außerdem wurde einstimmig eine neue Satzung beschlossen, die zum Erhalt der Gemeinnützigkeit mit dem Gericht abgestimmt ist. Crone stellte die Änderungen vor. Ordentliche Mitglieder seien die jeweils vier Vorstandsmitglieder der Verkehrswachten Waldecker Land und Frankenberg sowie jeweils vier gewählte Delegierte dieser beiden Vereine. Alle weiteren Mitglieder der Ortsverkehrswachten seien fördernde Mitglieder, die bei Kreisversammlungen kein Stimmrecht hätten.

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