Feuerwehrleute proben Ernstfall bei Alarmübung in Strothe

Menschen mit Leiterhebel retten

Korbach-Strothe - Der Leiterhebel, eine nicht alltägliche Rettungsmethode, kam am Dienstagabend bei einer Alarmübung in Strothe zum Einsatz.

Die Strother Feuerwehrleute waren schnell zur Stelle. Der angenommene Einsatzort war ein landwirtschaftliches Gebäude in der Nachbarschaft des Gerätehauses. Sofort wurde erkannt, dass mehrere Personen im Obergeschoss eingeschlossen waren. Während die dreiteilige Steckleiter vorbereitet wurde, kümmerte sich ein Feuerwehrmann bereits um die am Fenster stehende Person und beruhigte sie. Auch im realen Einsatz spielt eine solche Gesprächsführung eine entscheidende Rolle, um unüberlegte Reaktionen der vom Feuer eingeschlossenen Personen zu vermeiden.

Gemeinsam mit den Einsatzkräften aus Meineringhausen wurden drei Erwachsene und ein Kind rasch über die in Stellung gebrachte dreiteilige Steckleiter aus dem Gefahrenbereich gerettet. Eine weitere zweiteilige Steckleiter kam an der Gebäudeseite zum Einsatz. Mehrere Trupps unter Atemschutz übernahmen zeitgleich auch die Brandbekämpfung.

Eine besondere Herausforderung war eine fünfte pflegebedürftige Person im Obergeschoss. Da diese selbst nicht mehr in der Lage war, eine Leiter zu besteigen, und das Treppenhaus nicht mehr begehbar war, kam eine besondere Art der Menschenrettung zum Einsatz. Mit Hilfe eines Leiterhebels wurde diese Person sicher ins Freie befördert. Die Einsatzkräfte haben dadurch bewiesen, dass etwa beim Ausfall der in diesem Fall üblicherweise eingesetzten Drehleiter auch Alternativen zur Verfügung stehen.

Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt sowie seine Stellvertreter Carsten Vahland und Bernd Dittrich zogen nach Übungsende ein durchweg positives Fazit. Obwohl nur zwei Wehren alarmiert wurden, waren fast 30 Einsatzkräfte vor Ort. Die gesetzlichen Hilfsfristen einzuhalten, stelle bei solch schlagkräftigen Ortsteilwehren kein Problem dar, resümierte Schmidt.(r)

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