Kunden kaufen wegen Hitze viel mehr Mineralwasser

Mineralwasser ist knapp - Händler und Kunden müssen warten

Waldeck-Frankenberg. Mineralwasser ist Mangelware in Supermärkten und Getränkemärkten. Wegen der langen Hitzeperiode kommen die Mineralbrunnen mit der Lieferung nicht hinterher.

Der heiße Sommer macht durstig. Kunden kaufen zurzeit etwa doppelt so viel Mineralwasser wie sonst, sagt Jens Selbmann, Betriebsleiter des Edeka-Neukauf-Marktes in Korbach. Das hat dazu geführt, dass Brunnen und Lieferanten kaum noch hinterherkommen. „Gestern kam eine Lieferung, aber nicht alles, was bestellt war“, sagt er. 

In einem Getränke-Fachmarkt in der Kreiststadt waren zeitweise alle Kisten ausverkauft, dann wurde endlich nachgeliefert.

Der Volkmarser Mineralbrunnen zum Beispiel, der etwa „Waldecker“ im Sortiment hat, kann nicht mehr alle seine Marken anbieten. Auch der Wilhelmsthaler Mineralbrunnen, der das „Caldener“ abfüllt, arbeitet an der Kapazitätsgrenze.

„Wir geben unser Bestes, können die Nachfrage aber nicht bedienen. Wir befüllen pro Tag 100 000 Flaschen, könnten allerdings aktuell das Dreifache verkaufen. Dafür müssten wir rund um die Uhr abfüllen, doch dafür fehlen uns die Mitarbeiter“, sagt Petra Waldhoff von der Volkmarser Mineralbrunnen Waldhoff GmbH. Deshalb seien die Marken „Walita“ und „Volkmarser“ vorerst aus dem Programm genommen worden.

Ein weiteres Problem sei das Leergut, das nicht so schnell zurückkomme, wie es benötigt werde. 

Solch einen Mangel an Mineralwasser hat es laut Jens Selbmann, Betriebsleiter des Korbacher Edeka-Neukauf-Marktes, während seiner Berufslaufbahn noch nicht gegeben. „Ich kann mich an einen schneereichen Winter erinnern, als das Streusalz ausging. Aber beim Mineralwasser habe ich das noch nicht erlebt.“ Trotz allem versuche der Händler, die Kunden bestmöglich zu versorgen. „Ich hoffe, dass sich die Lage bald entspannt.“

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