Information in Kassel und Frankenberg über Fracking:

Ministerin lehnt Untersuchung ab

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Attac-Aktivisten demonstrieren in Osnabrück gegen „Fracking“-Methoden von ExxonMobil. Foto:, dpa

Waldeck-Frankenberg - Die Suche nach geeigneten Standorten für die Fracking genannte Förderung von Erdgas- und -ölvorkommen in Nordhessen wurde vom Land Hessen vorerst untersagt.

So lange nicht hinreichend untersucht worden sei, ob die Methode ungefährlich sei, werde sie keine Zustimmung geben, sagte Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) gestern im Umweltausschuss des Landtages zu diesem Thema.

Beim Fracking werden Gesteinsschichten durch das Verpressen von Wasserdampf, Quarzsand und Chemikalien aufgebrochen, um an die Rohstoffe zu gelangen. Doch es bestehen erhebliche Bedenken, dass das Grundwasser verseucht werden könnte.

Das Bekanntwerden von entsprechenden Anfragen eines amerikanischen Unternehmens hatte Aufsehen in ganz Nordhessen erregt. Bis auf einen Teil des Marburger Landes wurde für den gesamten Regierungsbezirk die Erlaubnis „zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen zu gewerblichen Zwecken“ beantragt. In dem gewünschten Erlaubnisfeld Adler-South leben 800 000 Menschen. Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke forderte gestern in einem Pressegespräch umfassende Informationen über Vor- und Nachteile.

Beim Regierungspräsidium in Kassel soll es am 16. Juni eine Informationsveranstaltung geben. Auch in Frankenberg ist eine ähnliche Veranstaltung geplant, ein Termin steht noch nicht fest. (ah)

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