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Stadtlabor: Mit Ideen etwas für alle im Landkreis bewegen

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Von: Philipp Daum

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Wirmighäuser im Stadtlabor: Bastian Stede, Verena Bunte, Michael Kamm, Sophia Zölzer und Laura Ruck (von links) sind auf verschiedene Weise im Dorf engagiert. Nun entwickelten sie ein Kommunikationsmedium.
Wirmighäuser im Stadtlabor: Bastian Stede, Verena Bunte, Michael Kamm, Sophia Zölzer und Laura Ruck (von links) sind auf verschiedene Weise im Dorf engagiert. Nun entwickelten sie ein Kommunikationsmedium. © Dreiraum

Einen Mehrwert für den Landkreis schaffen – darum geht es beim Stadtlabor in Korbach. Gefördert mit Geld aus dem Hessischen Digitalministerium werden seit Oktober verschiedene Projekte auf den Weg gebracht.

Eine erste Bilanz zog nun Viktoria Wilhelmi, Community- und Eventmanagerin bei „Dreiraum“ Waldeck-Frankenberg. Der Coworking Space mit Sitz in der Lengefelder Straße in Korbach stellt für das Stadtlabor die notwendigen Räume und das technische Equipment bereit – alles ebenfalls finanziert über die Landesförderung.

„Die Teilnahme am Stadtlabor ist kostenlos. Wir hoffen, dass sich weiterhin Interessierte melden, um gemeinsam mit der Stadt Korbach, dem Landkreis Waldeck-Frankenberg und uns zusammenzuarbeiten“, sagt Viktoria Wilhelmi. Das Projekt richte sich an alle Bürgerinnen und Bürger im Kreis. Im Kern gehe es darum, Ideen zu kreieren oder weiterzuentwickeln, um am Ende etwas für Menschen im eigenen Dorf, der Stadt oder dem Landkreis zu schaffen. Aber auch Probleme können im Stadtlabor bearbeitet und gelöst werden.

„Der Prozess sieht schließlich wie folgt aus: Zunächst wird ein Problem oder eine Idee formuliert und bei uns als Projekt eingereicht. Mindestens fünf Teammitglieder sind dann nötig, um gemeinsam im Stadtlabor an dem Projekt zu arbeiten und es umzusetzen – gegebenenfalls mit Hilfe von Sponsoren“, erläutert Viktoria Wilhelmi.

Ein konkretes Beispiel hat sie auch parat. „Im Oktober sind wir mit der ersten Gruppe gestartet. Bürgerinnen und Bürger aus Wirmighausen hatten ein Projekt eingereicht. Sie wollten – außerhalb von WhatsApp, Facebook und E-Mail – gerne ein eigenes, einheitliches Kommunikationsmedium für ihren Ort ins Leben rufen. Dieses sollte für alle Altersgruppen gestaltet sein“, berichtet Viktoria Wilhelmi. Weil das Stadtlabor vom Hessischen Digitalministerium gefördert werde, müsse eben auch eine digitale Komponente Teil des Projektes sein.

In mehreren Workshops sei die Idee schließlich weiterentwickelt worden – unter anderem habe man die Nutzergruppen ermittelt und definiert, welche konkreten Ziele das Wirmighäuser Kommunikationsmedium haben soll. „Oft ist es ja so, dass in einem Dorf immer dieselben Leute verschiedene Aufgaben übernehmen, wie beispielsweise die Organisation von Veranstaltungen. Das Kommunikationsmedium sollte unter anderem dazu dienen, diese Aufgaben strukturierter an Bewohner im Ort zu geben und somit auch mehr Menschen zum Mitarbeiten zu bewegen“, erklärt die Community- und Eventmanagerin.

Herausgekommen sei einerseits ein digitaler Schaukasten – also ein Monitor – der zum Beispiel im DGH angebracht werden soll. Außerdem sei eine Homepage mit App-Charaktter entwickelt worden, die über Veranstaltungen informiere und auch die Möglichkeit biete, direkt Aufgaben zu verteilen. „Die Gruppe aus Wirmighausen will das alles jetzt beim Weihnachtsmarkt vorstellen und anschließend herausfinden, wie das Pneue Medium im Dorf ankommt“, so Viktoria Wilhelmi.

Die Eventmanagerin weist noch darauf hin, dass im Stadtlabor in den nächsten Monaten weitere Projekte umgesetzt würden – die Förderung laufe allerdings im März 2023 aus. Geplant sei, dass das Stadtlabor trotzdem weiterlaufe.

„Ein Projekt dort einzureichen, bedeutet, gemeinsam im Team mit anderen Teilnehmern etwas im Landkreis zu bewegen und den Mehrwert zu steigern. Waldeck-Frankenberg hat so viel Potenzial, modern und digital zu sein – und dafür braucht es die Ideen der Bürgerinnen und Bürger.”

Wer Projekte einreichen oder sich über das Stadtlabor informieren möchte, kann dies online tun unter:
dreiraum-coworking.de/stadtlabor/

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