WLZ-Serie "Rettet den Vorgarten!"

Entspanntes Gärtnern mit Stauden

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Zieren hübsch unkompliziert: Rosen, Frauenmantel, Goldfelberich vor einem Haus in Marienhagen.

Stauden bieten viele Möglichkeiten, mit relativ wenig Arbeitsaufwand schöne Beete zu gestalten, und dabei den Boden fruchtbar und lebendig zu erhalten“, sagt Dr. Andrea Kölzer aus Kassel.

Sie ist Doktorin der Bodenkultur, Gärtnerin sowie diplomierte Landschafts- und Freiraumplanerin. „In einer einzigen Hand Erde gibt es mehr Lebewesen als Menschen auf der Welt. Fruchtbarer Boden gehört zu den wertvollsten Ressourcen der Menschheit und sollte achtsam gepflegt werden“, betont die Expertin.

Daher klärt sie auf, gibt Seminare und nennt gegen das, was sie die „Verschotterung der Gärten“ nennt, Alternativen für ein „Entspanntes Gärtnern mit Stauden“. Schließlich gebe es unter dem riesigen Staudensortiment viele, die mit wenig Pflegeaufwand viel Freude machen, betont sie.

Pflegeleicht bedeutet: Die Pflanzen nicht zu gießen und lediglich zwei bis drei Pflegegänge pro Jahr zu investieren, um die Beete stabil und schön zu halten. Zum A und O des entspannten Gärtnerns gehört: standortgemäße Pflanzen auswählen – also auf Sonne oder Schatten und die Bodenbeschaffenheit achten, die Pflanzen relativ dicht pflanzen, Stauden mit lang anhaltend schönem Laub und Stauden mit einer langen Blütezeit wählen, auf robuste Sorten und eher wenige unterschiedliche Arten setzen, zählt die Expertin Grundsätzliches auf.

Auch Bodendeckerstauden seien hilfreich: „Sie wachsen in die Breite, decken den Boden ab und lassen damit kaum Raum für das Auflaufen von Samenunkräutern“, betont Andrea Kölzer. „Bei relativ dichter Bepflanzung von acht bis zehn Pflanzen pro Quadratmetern ist die Fläche sehr schnell dicht begrünt und damit pflegeleicht“. Zur Auflockerung könnten in flache Staudenteppiche auch einzelne, höhere Stauden eingefügt werden. (md)  

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