22 Kindertagesstätten wollen „Baustelle Kindergarten“ werden

Modelle, Bücher und ganz viele Videos

+

Waldeck-Frankenberg - „Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt“ – so lautete ein entscheidender Satz im Aufruf an die heimischen Kindergärten. Das ließen sich Erzieher, Eltern und Freunde nicht zweimal sagen: Die 
Bewerbungen, die bei WLZ-FZ eingegangen sind, strotzen vor Kreativität.

„Oooh“, „aaah“, „wie süüüüß!“, „guck mal da“, „das gibt‘s ja nicht!“ – ein Glück, dass nicht die Mitarbeiter von WLZ-FZ darüber entscheiden müssen, welche Kindergärten die schönste Bewerbung, die vielversprechendste Idee, das beste Projekt, die kreativste Umsetzung vorgelegt haben: Alle Mitarbeiter, die mit den Bewerbungen zu tun haben, sind nämlich schlichtweg entzückt.

In kurzer Zeit haben sich Teams und Elternbeiräte aus 
22 Kindertagesstätten Gedanken gemacht und Bewerbungen zusammengestellt. Damit nehmen deutlich mehr als ein Viertel aller Einrichtungen im Geschäftsgebiet der Sparkasse 
Waldeck-Frankenberg an der Aktion teil.

Lieder, Bilderbücher 
und ganz viele Videos

Sie haben gemalt und gebastelt, vom Miniatur-Gewächshaus samt durchsichtigem Dach und Mini-Gemüse über eine Matschlandschaft bis hin zum 15 Meter langen Bauplan für 
einen Bobbycar-Parcours. Sie haben Lieder umgedichtet und lautstark intoniert, sie haben Bilderbücher und Fotocollagen gestaltet. 17 von ihnen haben kleine Filme gedreht. Jede einzelne Bewerbung ist bunt, fröhlich und liebevoll, und jede einzelne zeigt, wie sehr die Erzieherinnen und Eltern ihre Kleinen bestmöglich fördern und ihnen die optimalen Voraussetzungen für ihre Entwicklung bieten wollen. Die wichtigsten 
Personen sind aber die Kinder selbst: Sie haben kräftig geholfen beim Malen und Basteln, sie standen als Fotomodelle zur Verfügung oder erklären in den Videos, warum ein neuer Spielplatz gebraucht wird oder warum die Holzhütte für die Spielgeräte ersetzt werden sollte.

Sinneserfahrungen
 und Natur

Eines ist dabei auffällig: Die Themen Sinneserfahrungen und Natur spielen in vielen 
Bewerbungen eine große Rolle. Erfahrungen, die Kinder früher – gerade auf dem Land – beim Spielen von ganz allein machten, müssen heute gezielt angeboten werden, weil sie nicht mehr selbstverständlich zum Alltag gehören: das Spiel mit Naturmaterialien, das Gefühl von Gras, Sand oder glatten 
Kieseln unter nackten Füßen im Sommer und wie aus Wasser, Sand und Erde Matsch wird, der schön durch die Gegend spritzt, wenn man nur fest genug mit der Schippe oder 
mit der Hand darauf patscht, denn Matsch­tische und Sinnes-
pfade schulen nicht nur die Sinne der Kinder, sondern ma-chen ihnen auch riesigen Spaß.

Obwohl sie jeden Tag mit den Jungen und Mädchen spielen, toben, singen und turnen, haben die Erzieher nicht unter der berüchtigten „Betriebsblindheit“ zu leiden: Sie wissen ganz genau, was ihre kleinen Schützlinge noch brauchen, was das Spielgelände nicht nur schöner, sondern auch lehrreicher machen würde und welche Schwerpunkte sie setzen wollen.

Doch überall herrscht dasselbe Problem vor: Das Geld fehlt. Die Kommunen haben meist hohe Defizite, auch die Kirchengemeinden geraten längst an die Grenzen ihrer Budgets. An dieser Stelle setzt die Aktion der Sparkasse Waldeck-Frankenberg an: Vier mal 2500 Euro stellt sie zur Verfügung (siehe Hintergrund).

Stichwort: Die Teilnehmer

Folgende Kindertagesstätten machen mit: Der Gemeindekindergarten Marienhagen, die Burgwalder Kindertagesstätte „Regenbogen“, die „Lelbacher Kinderstube“, die „Villa Kunterbunt“ aus Külte, das 
„Feuerrote Spielmobil“ in Volkmarsen, die evangelischen Kitas „Saraphe“ in Adorf und „Kleiner Regenbogen“ in Schwalefeld, das Wrexer Märchenhaus“, die evangelische Kita in Goddelsheim, das „Rhenaer 
Kükennest“, die evangelische Kita Friedenskirche in Bad Wildungen, der evangelische Kindergarten St. Elisabeth in Twiste sowie die Kitas aus Dorfitter, Haina, Bottendorf, Rhoden und Vöhl.Aus der Kreisstadt Korbach sind der Kindergarten „Arche Noah“ und die Integrative Kita „Mobile“ dabei, in Frankenberg gehen die integrativen Kitas „Kegelbergzwerge“ und „Wigand Gerstenberg“ sowie die evangelische Kita "Linnertor" ins Rennen.

Hintergrund: Die Aktion

Die „Baustelle Kindergarten“ ist ein Projekt der Sparkasse Waldeck-Frankenberg und der Waldeckischen Landeszeitung / Frankenberger Zeitung. Die Sparkasse stellt insgesamt 10 000 Euro zur Verfügung. Dafür können vier Kindergärten ihre Wunschprojekte umsetzen. Voraussetzung: Das Geld darf nur 
für Material ausgegeben werden, die Realisierung muss mit tatkräftiger Hilfe von 
Eltern, Freunden, Vereinen und Förderern erfolgen. Wer das Geld erhält, entscheiden die Leser von WLZ-FZ. Die Voting-Phase beginnt am Samstag, 3.Mai, und dauert bis Sonntag, 25.Mai. Abgestimmt werden kann im Internet unter der Adressewlz-fz.de/baustelle-kiga.

Auf dieser Internetseite sind alle 22 Bewerbungen zu sehen; inklusive der Bildergalerien und Videos.Hier geht es zu den Beiträgen der Kindergärten.

Von Andrea Pauly

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare