Umgestürzte Bäume: Verkehrsbehinderungen weiterhin möglich

Nach dem Sturm in Waldeck-Frankenberg: Schäden werden beseitigt

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Mitarbeiter des Forstamtes Burgwald haben am Montagmorgen nach dem stürmischen Wochenende Bäume kleingeschnitten, die am Straßenrand lagen - hier Frank Waßmuth an der Kreisstraße zwischen Burgwaldkaserne und Burgwald,

Waldeck-Frankenberg. Sturmtief „Eberhard“ hat Waldeck-Frankenberg am Sonntag ordentlich durgeschüttelt. Bis in den späten Abend hinein und auch am Montag waren zahlreiche Einsätzkräfte, darunter Mitglieder der Feuerwehren, des Technischen Hilfswerkes sowie Forstarbeiter und Beamte der Polizei unterwegs, um für die Sicherheit der Bevölkerung zu sorgen.

+++aktualisiert um 13.40 Uhr+++ Starke Windböen fegten am Samstag und Sonntag über den Landkreis Waldeck-Frankenberg. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt, stellenweise fiel der Strom aus. Am Sonntag ab etwa 17 Uhr hatte Sturmtief "Eberhard" etliche Bäume im Landkreis umstürzen lassen. Fast im Minutentakt gingen etwa 30 Meldungen aus der Leitstelle in Korbach an die Feuerwehren raus. 

Etliche Straßen waren durch umgestürzte Bäume blockiert. Zum Teil konnten Autos weder vor noch zurück, bis die Feuerwehren die querliegenden Bäume auf den Straßen weggeschnitten hatten. 

Besonders heftig wütete „Eberhard“ in der Großgemeinde Vöhl. Auf der Kreisstraße von Herzhausen in Richtung Asel-Süd war ein Auto zwischen Bäumen eingeschlossen. In Obernburg lag ein Baum auf der Fahrbahn. Am Hochbehälter in Marienhagen war ein Baum auf ein Auto gestürzt, ein weiterer Baum stürzte auf die Bushaltestelle, auch auf der Hauptstraße lag ein Baum. Am Linnenborn in Thalitter lagen mehrere Bäume auf der Fahrbahn. Die Einsatzstellen wurden von den Feuerwehren und vom Bauhof abgearbeitet, die wieder für freie Fahrt sorgten. Verletzte waren nicht zu beklagen. 

Wildtierpark am Edersee bleibt geschlossen

Sturmschäden gab es auch im Wildtier-Park am Edersee. Er blieb am Montag und ist eventuell auch heute noch für Besucher geschlossen. In mehreren Orten fiel am Sonntagabend zudem der Strom aus – der Vöhler Ortsteil Obernburg war beispielsweise eine Stunde lang ohne Strom. Der Sturm am Wochenende hat nicht nur für Verkehrsbehinderungen auf den Straßen gesorgt. Auch der Zugverkehr in Waldeck-Frankenberg war durch umgestürzte Bäume beeinträchtigt. 

Sturmschäden im Wald

Am Montagmorgen waren die Fortwirte der Forstämter schon früh unterwegs, um die Reste der Sturmschäden zu beseitigen, damit der Verkehr wieder fließen kann. Über das Ausmaß der Schäden im Wald müssen sich die Revierförster noch einen Überblick verschaffen. 1800 Hektar pro Förster sind es allein im Bereich des Hessischen Forstamtes, 22 000 Hektar zwischen Willingen und Volkmarsen sowie Rhoden und Korbach. 

Es dürfte nach Einschätzung von Forstamtsleiter Martin Klein bis Dienstag dauern, um ein einigermaßen verlässliches Bild vom Ausmaß der Schäden zu bekommen. „Zunächst werden die Wege im Wald frei geräumt. Dann können die Kollegen mit der Detailschadensaufnahme beginnen. Die ist nicht einfach, da wir nach dem Sturm Friederike diverse frische Sturmschäden und Windwurflöcher haben, die zwar geräumt sind, aber deren Ränder so labil sind, dass überall mit Nachwürfen gerechnet werden muss“, so Klein. Dies läppere sich sehr schnell zu einer erheblichen Schadensmenge je Revier.

Förster verschaffen sich mit Drohne einen Überblick

Mithilfe von Drohnen versucht man, sich beim Fürstlich Waldeckschen Forstamt Arolsen einen Überblick zu verschaffen. Manche Zufahrten sind durch Bäume blockiert, sodass die Aufklärung am Boden behindert wird, wie Verwaltungsleiter Achim Frese auf Anfrage mitteilte. Auch in Lichtenfels werden die Waldarbeiter und Förster in den kommenden Tagen weiter aufräumen und Wege von umgestürzten Bäumen freischneiden. Dies teilte die Stadt Lichtenfels mit.

"Wir sind schon ab 6.30 Uhr im Einsatz", berichtete Forstwirtschaftsmeister Wolfgang Kahler vom Forstamt Burgwald. Mit Forstwirt Frank Waßmuth hatte er zunächst die Kreisstraße zwischen Ernsthausen und Roda freigemacht. "Die lag noch zu", sagte Kahler.

Die Forstleute kümmerten sich zunächst um die Hauptverkehrsstraßen, danach ging es im Wald weiter. Wolfgang Kahler ärgerte sich, dass viele Autos an ihnen vorbeirasen würden, statt langsam zu fahren, während sie am Straßenrand arbeiten und ihr Fahrzeug mit Warnblinklicht am Straßenrand stehen. Dabei seien sie ja gerade im Einsatz, um für die Verkehrssicherheit zu sorgen. Und Kahler warnte, dass nach wie vor Äste auf Straßen liegen oder noch herunterfallen könnten. Hinzu kam der Schnee am Montagmorgen.  

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