Schäfer/Schäfer und Kreinberg/Seibel gewinnen Wettbewerb auf Hof Buckert

Nachwuchs misst sich beim Kuhscheren

+

Waldeck-Frankenberg. - Anna und Louisa Schäfer sowie David Kreinberg und Marc Seibel sind die besten Scherer in Nordwesthessen. Sie belegten beim Wettbewerb am Freitag die ersten Plätze.

Kritisch beäugt Eike Spangenberg das Euter. Sind da auch wirklich keine Haare mehr? Haben die Teilnehmer hinter den Ohrmarken geschoren? Ein Blick, ein Griff, dann notiert der Wertungsrichter seine Punktzahl.

100 Minuten hatten die elf Zweierteams Zeit, um eine Kuh vom Scheitel bis zum Huf auf Vordermann zu bringen. Schwanzquaste, Klauen, Fundamente und den restlichen mächtigen Körper müssen die Teilnehmer gleichmäßig scheren - sonst gibt es Punktabzug.

Der Sinn hinter dem Wettbewerb: Bei Viehauktionen und -schauen müssen die Tiere auf den Punkt glänzen können. So dient der Wettbewerb auf dem Bauernhof Buckert in Fürstenberg als Vorbereitung auf die späteren Pflichtaufgaben.

Der Nachwuchs (Newcomer) und die alten Hasen arbeiten getrennt voneinander direkt an den Stellplätzen der Kühe. Bis auf eine kurze Unmutsphase lassen die Vierbeiner alles unaufgeregt über sich ergehen, sehen ihr Fell schwinden und den „Topliner“ am Fellscheitel wachsen.

Es ist einer von zwei Wettbewerben, den die Jungzüchter Waldeck-Frankenberg und Marburg-Biedenkopf pro Jahr durchführen. Mitte des Jahres gilt es, Tiere nach fachlichen Kriterien beurteilen zu können.

Bei den Newcomern platzierten sich hinter Anna und Louisa Schäfer Rolf Seibel und Manuel Michel. Hinter David Kreinberg und Marc Seibel landeten Anna-Lisa Cramer und Margarethe Fieseler. Alle elf Teams bekamen Sachpreise überreicht, die zuvor zahlreiche Firmen gespendet hatten.

Neben dem Wettbewerb zogen vor allem beim Nachwuchs die landwirtschaftlichen Maschinen die Blicke auf sich. Gesellig klang der Tag zwischen Kuhstall und Biogasanlage aus.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare