Unterstützung für Partner in der Krise

Namibia-Ausschuss des Kirchenkreises hilft notleidender Bevölkerung

Vororte der Hauptstadt Windhoek in Namibia.
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Die Vororte der Hauptstadt Windhoek sind beengt – eines der Probleme während der Corona-Pandemie.

Die seit mehr als 35 Jahren gepflegte Partnerschaft zwischen dem Kirchenkreis Twiste-Eisenberg und der Epheser- und Macedoniagemeinde in Katutura/Windhoek steht in der Corona-Krise vor einer Herausforderung.

Nicht nur lebt die Partnerschaft unter anderem von gegenseitigen Besuchen Besuchen, welche der Partnerschaftsausschusses auf 2021 verschieben musste: Die Ausbreitung der Pandemie sieht er mit großer Sorge.

Sie trifft auf Bevölkerungsgruppen mit sehr schwacher medizinischer und sozialer Infrastruktur trifft, auch in Namibia. Im Land ist durch das Virus vieles zum Stillstand gekommen, teilt der Ausschuss mit: Der Bedarf an Nothilfe und längerfristiger Unterstützung ist riesig. Ausgangsbeschränkungen wurden erwirkt, öffentliche Institutionen, Schulen und Kirchen wurden geschlossen. Covid-19 fordert die Menschen in extremer Weise heraus: Das Einkommen ist für eine große Bevölkerungsgruppe von heute auf morgen weggebrochen. Wegen der Gottesdienstverbote fallen auch die Kollekten weg, welche die Haupteinnahmequellen der Kirchen sind.

Die Evangelische Kirche Kurhessen-Waldeck hat einen Aufruf zu Spenden für den Corona-Hilfsfonds mit 20 000 Euro unterstützt. Auch staatliche Hilfen von Seiten der namibischen Regierung wurden bereitgestellt. Der Bedarf ist wohl am größten beim Trinkwasser und einzelnen Grundnahrungsmitteln wie Mehl, Zucker und Salz.

Gerade in den Vororten von Windhoek wie Katutura, wo die Menschen in engsten Raum zusammen leben müssen, ist die Not noch größer geworden. Hilfsprogramme sind angelaufen. Die Kirchen in Namibia leisten konkrete Hilfe, indem sie Lebensmittel zur Verfügung stellen.

Um die Not der Bevölkerung ein wenig zu lindern, haben die Epheser- und Macedoniagemeinde ein Hilfsprogramm gestartet, indem sie in einer einmaligen Aktion Essenspakete für 100 Gemeindemitglieder verteilen wollen. Der hiesige Partnerschaftsausschusses hat reagiert und 1500 Euro für eine Notessensversorgung älterer Gemeindemitglieder an die Partnergemeinden überwiesen.

Wer diese Arbeit unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende tun: Kirchkreisamt Korbach, Sparkasse Waldeck-Frankenberg, IBAN: DE 29523500050000002659, Zweck: „Partnerschaftsarbeit“. Wer mitarbeiten will , kann sich an den Vorsitzenden des Ausschusses Matthias Will-Keller wenden: Telefon 05631/504298, E-Mail Will-Keller@t-online.de.

Zudem wurde eine Spende des Kindergottesdienstes der Korbacher Markusgemeinde für die Kinder- und Jugendarbeit von 400 auf 500 Euro aufgestockt. In einem gemeinsamen Workshop möchten die Partnergemeinden den Kindern und Jugendlichen die Partnerschaftsarbeit ein wenig näher bringen.

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