Naturfotograf Dieter Bark hat Deutschlands farbenfrohste Vögel mit der Kamera „eingefangen“

Stieglitze in ihrem Element

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Ein Anblick, der Freude macht: Der Naturfotograf Dieter Bark hat auf einer ökologischen Fläche vor Mengeringhausen Stieglitze fotografiert, die sich an Sonnenblumen labten. Fotos: Dieter Bark

Wie viel Leben die richtige Bepflanzung bringen kann, zeigt die neuste Fotodokumentation des Mengeringhäuser Naturfotografen Dieter Bark. Auf einem mit Sonnenblumen, Phacelia und anderen Blütenpflanzen bepflanzten Acker tummelten sich  Hunderte von Stieglitzen anderen Vögeln.

Im Frühherbst entdeckte der Naturfotograf Dieter Bark in der Mengeringhäuser Feldflur drei blumenbunte Flächen von etwa fünf Hektar, die mit Sonnenblumen und Phacelia eingesät waren. Hier sind sie die Durchführung der EU-Agrarreform „Greening“, durch die fünf Prozent der Ackerfläche als ökologische Vorrangfläche zur Verfügung gestellt werden soll. Barks neuste Fotodokumentation zeigt, wie viel buntes Leben auf dem Blumenfeld herrschte. 

Streit: Auch kleine Kämpfe um die besten Nahrungsplätze gibt es unter Stieglitzen. Noch immer finden die zierlichen Vögel auf dem Feld bei Mengeringhausen etwas Nahrung.

Er beobachtete das Gebiet öfter, als im November die Kerne heranreiften. Und tatsächlich lockten die vielen tausend großen und kleinen erntereifen Blütenköpfe der Sonnenblumen die Vogelwelt an. Da fanden sich täglich um die 300 Stieglitze – Deutschlands farbenfrohsten Vögel –, etwa 100 Grünfinken sowie noch mal 50 Buchfinken und Meisen ein. Vor schnell vorbeifahrenden Autos und Spaziergängern hoben sich die Schwärme wolkenartig in die Luft – kehrten aber bald zurück. Nur wenn der Todfeind Sperber vorbeischaute, dann sah man stundenlang keinen Vogel. 

Die besten Beobachtungen als Fotograf konnte er vom stillstehenden Auto aus machen. Wenige Meter davor spielten sich oft die interessanten Begegnungen der Vögel und ihre Kämpfe um die besten Nahrungsplätze ab. Im Dezember hatten die Vögel alles schon ziemlich abgeerntet, waren aber noch täglich in größerer Zahl zu beobachten.

"Für mich waren diese Beobachtungen ein kleiner Ausgleich für unsere auf Wiesen und Insekten angewiesenen Kleinvögel, die immer weniger zu sehen sind: Rauchschwalben, Rotschwänze, Grasmücken, Neuntöter, Rebhühner und viele andere", sagt Dieter Bark. (red/md)

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