Schüler in Waldeck-Frankenberg schreiben Abiturklausuren

Negativ-Getestete dürfen Maske während der Prüfung ablegen

Für eine zusätzliche Motivation sorgen auch in diesem Jahr die Abi-Plakate, die in den Beruflichen Schulen in Korbach hängen. Eine Auswahl zeigen (von links) Andreas Schön, Abteilungsleiter des Beruflichen Gymnasiums und Uwe Schönrock, Leiter der Beruflichen Schulen Korbach/Bad Arolsen.
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Für eine zusätzliche Motivation sorgen auch in diesem Jahr die Abi-Plakate, die in den Beruflichen Schulen in Korbach hängen. Eine Auswahl zeigen (von links) Andreas Schön, Abteilungsleiter des Beruflichen Gymnasiums und Uwe Schönrock, Leiter der Beruflichen Schulen Korbach/Bad Arolsen.

Für die Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Abschlussjahrgänge in Hessen wird es ab Mittwoch, 21. April, ernst: Die schriftlichen Abiturprüfungen beginnen.

Waldeck-Frankenberg - Wegen der Corona-Pandemie finden diese unter den geltenden Hygiene- und Abstandsregeln statt. Den Abiturienten wird außerdem empfohlen, an den von der Schule angebotenen Antigen-Selbsttests teilzunehmen.

Anders als bei der Teilnahme am Präsenzunterricht ist der Test aber keine Voraussetzung für die Teilnahme an der Prüfung. Schüler, die darauf verzichten, müssen an ihrem Platz während der gesamten Prüfung einen Mund-Nasen-Schutz tragen, während Negativ-Getestete diesen abnehmen dürfen. Sollte das Testergebnis positiv sein, muss sich der Betroffene sofort in häusliche Quarantäne begeben und einen PCR-Test ablegen. Die Schule informiert das Gesundheitsamt.

Vor dem Start der Abiturprüfungen schaute unsere Zeitung am Dienstag bei den Beruflichen Schulen in Korbach vorbei. Während an den übrigen Gymnasien im Landkreis die Prüfungen am Mittwoch beginnen, geht es am Beruflichen Gymnasium erst am Freitag los – ein Vorteil, wie sich herausstellte. „Eigentlich wollten wir den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, die Tests am Vortag – also am Nachmittag vor dem eigentlichen Prüfungstag – zu machen. Doch die Vorgaben haben sich kurzfristig geändert. Die Tests müssen jetzt unmittelbar vor Beginn der Abiturprüfungen stattfinden“, sagt Uwe Schönrock, Leiter der Beruflichen Schulen Korbach/Bad Arolsen. Nun bleibe noch etwas Zeit, das umzuorganisieren. 

Am 5. Mai werden die letzten Prüfungen geschrieben sein – die Nachprüfungen finden vom 18. Mai bis 2. Juni statt. An den Beruflichen Schulen Korbach/Bad Arolsen legen dieses Jahr 63 Schüler ihr Abitur ab. In Anbetracht der erschwerten Gesamtsituation ist die Bearbeitungszeit für den Grundkurs um 25 Minuten und für den Leistungskurs um 30 Minuten verlängert worden. „Weil die Abschlussjahrgänge im Präsenzunterricht beschult wurden, konnten sich unsere Schülerinnen und Schüler auch gut auf die Prüfungen vorbereiten“, berichtete Andreas Schön, Abteilungsleiter des Beruflichen Gymnasiums.

Die Edertalschule in Frankenberg bietet die Selbsttests morgens in der Sporthalle an. „Bei einem tagesaktuell vorliegendem negativen Schnelltest haben die Schüler die Möglichkeit, während der Prüfung auf die Gesundheitsmasken zu verzichten“, erläutert auch der Schulleiter Claus-Hartwig Otto die Vorgaben des Kultusministeriums. Dennoch sei es sinnvoll, bereits Zuhause einen Selbsttest durchzuführen. Das habe die Schulleitung allen Abiturienten mitgeteilt und zudem drauf aufmerksam gemacht, dass sich jeder gut selber schützen könne, wenn die Hygieneregeln eingehalten werden. Bei Krankheitssymptomen sei es deshalb wichtig, Zuhause zu bleiben.

Die Vorgaben betreffen jedoch nicht nur die Schüler, sondern natürlich auch die Lehrer. Der Schulleiter teilt mit: „Die Organisation des Abiturs war in diesem Jahr sehr kompliziert.“ Durch die Abstandsregelungen kann beispielsweise die Kulturhalle, in der in den letzten Jahren die Mehrzahl aller Prüfungen stattfand, nur eingeschränkt genutzt werden. Einige andere Prüfungsräume kommen daher hinzu.

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