Hessischet Demografiepreis

„Network Waldeck-Frankenberg“ erreicht zweiten Platz

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Vertreter der Projekte „Network Waldeck-Frankenberg“, „Gemeinsam für die Jugend“ und „Kutscher Hus“ erhalten in Wiesbaden Anerkennung für ihre Ideen zum demografischen Wandel.Foto: pr

Waldeck-Frankenberg - Das „Network Waldeck-Frankenberg“ hat beim Hessischen Demografie-Preis den zweiten Preis errungen: Die Initiative sei als „motiviert, dynamisch und jung“ sowie als Vorbild für andere Landkreise gelobt worden, erklärte Gesellschafter Martin Juhasz.

Unter den sechs Finalisten landete nur das „Landarztnetz Lahn-Dill“ vor dem Projekt von vier Korbacher Studenten. Die siegreiche Initiative erlaubt jungen Medizinern, das Landarztdasein zu testen, um der Unterversorgung auf dem Land zu begegnen.

Das „Network Waldeck-Frankenberg“ dient dazu, junge Menschen zurück in die Heimat zu lotsen. Besonders bei Studenten und Akademikern reiße der Kontakt oft ab. Das Netzwerk zeigt Karrierechancen im Landkreis auf, Unternehmen bieten Stellen an, Existenzgründer berichten über ihre Erfahrungen. „Die Initiative spricht junge Menschen aus der Region an und bietet ihnen ein Netzwerk auf Augenhöhe“, sagte Staatsminister Axel Wintermeier, Chef der hessischen Staatskanzlei.

Das Thema des sechsten Demografie-Preises lautete „Wo Ideen Freiraum haben - Leben auf dem Land“. Er sollte Ideen gegen den Bevölkerungsschwund aufzeigen. Das Netzwerk sei ein gutes Konzept, um dem Trend entgegen zu wirken, lobte Landtagsmitglied Armin Schwarz. Seit das Portal am 1. Januar online gegangen ist, wurde es 73000-mal aufgerufen, auf Facebook gefällt es 882 Nutzern. Gegründet haben es Martin Juhasz, Fabian Schmal, Tim Oberlies und Jonatan Freund.

Der Geldpreis von 6000 Euro helfe, das Projekt weiter zu entwickeln, freute sich Juhasz, aber auch darüber hinaus gebe die Auszeichnung ihnen Rückenwind. „Der Preis ist nicht nur eine Wertschätzung unser bisher geleisteten Arbeit, sondern auch ein Ansporn, das Projekt noch weiter auszubauen“, stimmte Tim Oberlies zu. Jonatan Freund dankte auch den Partnerunternehmen für ihre Beiträge.

Die sechs Finalisten haben sich unter 52 Projekten durchgesetzt. Gleich drei Ideen aus Waldeck-Frankenberg haben es in die Endrunde geschafft. Zwei Initiativen aus dem Vöhler Raum erhielten Anerkennungsurkunden: Alle Basdorfer Vereine haben sich zusammengetan, um die letzte Gaststätte des Ortes zu erhalten. Das finanziell gut aufgestellte „Kutscherhus“ ist ein Treffpunkt für Einheimische und Touristen.

Alle Institutionen mit Jugendarbeit in Vöhl haben sich im Projekt „Gemeinsam für die Jugend“ gebündelt. Ortsbeirat, Kindergarten, Grundschule, Feuerwehr, Vereine und Gemeinde arbeiten zusammen und ermöglichen ein breites Freizeitangebot. „Das heute drei Projekte aus dem Landkreis unter den Top sechs vertreten warem, zeigt das starke Engagement in unserer Region“, erklärte Anna Blum, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Waldeck-Frankenberg.

Von Wilhelm Figge

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