„Literarischer Frühling“ verbindet Kultur, Literatur und die Brüder Grimm

Neue Karten für Grass und Adorf

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Waldeck-Frankenberg - Die Karten für die Lesungen von Günter Grass und Mario Adorf waren innerhalb weniger Tage ausgebucht. Nach langen Diskussionen haben die Veranstalter nun einen Kompromiss gefunden: Für einen vergünstigten Preis gibt es ab sofort sogenannte Flanierkarten.

Das Programm für den ersten „Literarischen Frühling“ im Landkreis steht seit Monaten fest (wir berichteten), nun geht es bei der Planung um zahllose Details: Wann fährt welcher Chauffeur welchen Künstler? Wer übernachtet in welchem Hotel? Welche besonderen Wünsche haben die Stars der Literaturszene, die nach Waldeck-Frankenberg kommen? Wer bekommt die Fernsehrechte?

Täglich schicken die Organisatoren Christiane Kohl (Landhaus Bärenmühle, Ellershausen), Volker Deigendesch (Hotel Schloss Waldeck) und Michael Lemke (Hotel „Die Sonne Frankenberg“) unzählige E-Mails hin und her, sprechen sich mit der Berliner Agentur Graf und Frey ab und treffen Entscheidungen. „Das Schöne ist, dass sich drei Macher getroffen haben, die sich ergänzen“, sagt Michael Lemke. Mit der Agentur haben sie zudem einen starken Partner an der Seite. „Ich wusste, es gibt keine bessere“, sagt Christiane Kohl. Ziel der drei Initiatoren ist es, die Region bundesweit bekannter zu machen – und zwar über eine sorgfältig abgestimmte Mischung aus Authentizität, Qualität und Sensibilität, sowohl was die kulturellen Angebote als auch den Rahmen und die Veranstaltungsorte betrifft. Die Literatur soll im Mittelpunkt stehen, die Wertigkeit der Autoren gewürdigt werden.

Alle Faktoren sind verbunden durch die Brüder Grimm: Werke von und über die Schriftsteller, ihr kulturelles, aber auch politisches Wirken werden dort thematisiert, wo sie ihren Ursprung hatten – in der Heimat von Jacob und Wilhelm Grimm. Mit diesem Argument haben die Initiatoren auch die hochklassigen Mitwirkenden gewonnen: Allen voran Nobelpreisträger Günter Grass und Schauspieler Mario Adorf, aber auch den hessischen Büchner-Preis-Träger Christian Delius. Weitere Mitwirkende sind Menschen aus der Region, darunter Felicitas Woll und Jochen Bittner. Die Schirmherrschaft hat die hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, übernommen.(apa)

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Freitag, 24. Februar

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