78 512 evangelische Kirchenmitglieder im Landkreis sind zur Abstimmung aufgerufen

Neue Kirchenvorstände: Ab Dienstag kann schon online gewählt werden

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Gerade jetzt: Die Landeskirche ruft in insgesamt 716 Kirchengemeinden zur Wahl auf

Waldeck-Frankenberg – 78 512 evangelische Kirchenmitglieder in Waldeck-Frankenberg sind am 22. September zur Kirchenvorstandswahl aufgerufen. Insgesamt stellen sich hier 755 Kandidaten zur Wahl. 577 Menschen werden schließlich in den Kirchenvorständen innerhalb der Kirchenkreise Eder und Twiste-Eisenberg vertreten sein.

In diesen Tagen werden die Wahlbenachrichtigungen zentral versendet. Ab dem 27. August besteht die Möglichkeit, online zu wählen. Briefwahlunterlagen können bis spätestens 22. September, 12 Uhr, angefordert werden. Jedes Kirchenmitglied ab 14 Jahren darf in seiner Kirchengemeinde wählen.

Allerdings: In den Dörfern Elleringhausen und Massenhausen haben sich diesmal nicht genügend Kandidaten gefunden, so dass dort die Wahl ausfallen wird, erklärt die Dekanin Eva Brinke-Kriebel. „Wir werden in einem halben Jahr sehen, ob sich die Situation verändert hat und sich vielleicht doch noch Menschen dazu bereit erklären, für dieses Amt zu kandidieren.“ Falls nicht, stehe die Eigenständigkeit der Kirchengemeinden auf dem Spiel. Die Gottesdienste betreffe dies zunächst nicht.

In jedem Ort, wo eine Wahl stattfindet, beruft der aktuelle Kirchenvorstand einen Wahlvorstand aus mindestens vier Personen, der am Wahlabend auch die Stimmen auszählen wird – öffentlich. Die Ergebnisse werden meist vor Ort und in einem späteren Gottesdienst bekannt gegeben. Bis zum ersten Advent werden die neuen Kirchenvorstände eingeführt sein. Jeder Wähler hat so viele Stimmen wie die Zahl der zu wählenden Vorstandsmitglieder in seinem Ort beträgt.

Bei der Wahl vor sechs Jahren lag die Wahlbeteiligung bei circa 30 Prozent. „Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele wählen gehen“, sagt Bernd Merhof, Leiter des Kirchenkreisamtes in Korbach. „Es ist eine Chance, die kirchliche Arbeit mitzugestalten.“ Die Dekanin ergänzt: „Den Kandidaten tut es gut, wenn sie Rückenwind aus ihrer Gemeinde haben.“

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