Waldeck-Frankenberg

Neuer Chef will Wurzeln schlagen

- Korbach (resa). Sieben Geschäftsführer in elf Jahren: Uwe Kemper will den Schnitt der Agentur für Arbeit nun heben. Gestern übernahm er von Christine Eden die Leitung der Korbacher Agentur.

Er versteht die Sprache und die Mentalität der Menschen in Nordhessen. Da ist sich Landrat Dr. Reinhard Kubat sicher. Und deshalb sei Uwe Kemper aus Ahnatal auch die richtige Wahl für den Posten des neuen Chefs in der Korbacher Agentur für Arbeit. Er wurde am Dienstag offiziell in sein neues Amt eingeführt, zu Gast waren Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Bildung. Und der Tenor war eindeutig: „Wir sind sehr froh, dass ein Geschäftsführer auf Dauer bei uns eingestellt wird“, fasste Personalratsvorsitzender Walter Bangert zusammen. Groß seien die Sorgen gewesen, dass der Agenturstandort in Korbach nicht erhalten würde. „Die Einstellung von Uwe Kemper sendet aber ein anderes Signal“, freute sich Bangert, „und wir Mitarbeiter brauchen diese Verlässlichkeit über einen längeren Zeitraum“.

Und tatsächlich hat der 51-jährige Uwe Kemper angekündigt, seine Karriere in Korbach beenden zu wollen – wenn es so weit sei. „Ich möchte in Waldeck-Frankenberg Wurzeln schlagen“, erklärte der Ahnataler. Damit hat Kemper bereits am 1. Januar begonnen. Einen reibungslosen Übergang habe Vorgängerin Christine Eden ermöglicht, indem sie länger geblieben sei und die Einarbeitung selbst übernommen habe, lobte Uwe Kemper. Zur Staffelübergabe kam die Bremerin mit ihrem Mann nach Korbach, um ihrem Nachfolger gute Wünsche mit auf den Weg zu geben.

Kemper stehe vor großen Herausforderungen, erinnerte Dr. Frank Martin, Geschäftsführer der Regionaldirektion Hessen. Zwar sei die Situation auf dem Arbeitsmarkt besser als erwartet, aber immer noch 2400 Menschen im Kreis seien arbeitslos, erinnerte er. Außerdem müssten der Frauenbeschäftigung und der Eingliederung von Menschen mit Migrationshintergrund besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Mittwoch, 19. Januar

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