Waldeck-Frankenberg

„Noch lange an das Verfahren denken“

- Waldeck-Frankenberg (den). Zwei Jahre Haft auf Bewährung, 300 Sozialstunden und Schulden beim Zoll und dem Staat – das ist für einen 31-Jährigen seit gestern das Ergebnis seiner kriminellen „Laufbahn“.

Zäh und lang gestaltete sich der zweite Verhandlungstag in dem Verfahren gegen den, wie das Gericht gestern feststellte, „gewerbsmäßigen Schmuggler und Hehler“. Vor einer Woche war der Prozess eröffnet worden (wir berichteten). Für alle Seiten erwiesen sich die Hintergründe und Personenkonstellationen schwierig. Lange Strecken der Verhandlung glichen einem Kampf um jeden verhökerten Glimmstängel und dessen Nachweis. Grundsätzlich gab der Verurteilte seine Taten aber ohne Wenn und Aber zu. In elf Fällen wurde der gebürtige Kasache schließlich als schuldig verurteilt. „Das ist uns nicht leichtgefallen“, verkündete Richter Pierre Brandenstein. Demnach hätten durchaus sieben Jahre Haft herauskommen können. Doch die Mitglieder der Kammer „belohnten“ den Verurteilten für sein „Geständnis in verschiedenen Stufen“ und sahen die finanziellen Belastungen, die der Mann durch seine Machenschaften zu schultern hat. „Sie werden noch lange an das Verfahren denken“, schrieb Brandenstein dem Mann ins Gebetbuch. Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ-Ausgabe vom Freitag, 24. September 2010.

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