Waldeck-Frankenberg

Nordhessen droht Fachkräftemangel

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- Waldeck-Frankenberg (lb). Das Problem ist die Abwanderung: Nordhessen wird den Fachkräftemangel früher und stärker spüren als andere Regionen. Das erklärten Vertreter der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag beim Arbeitsmarktgespräch auf Schloss Waldeck.

Prominenter Redner war Raimund Becker, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg. Zum Thema Fachkräftemangel sprachen außerdem Dr. Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion Hessen in Frankfurt, und Monika Varnhagen, Leiterin der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung in Bonn. Rund 170 Arbeitgeber aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg waren der Einladung der Korbacher Arbeitsagentur ins Schloss Waldeck gefolgt. „Das ist eine absolute Premiere“, freute sich Uwe Kemper, Leiter der Korbacher Arbeitsagentur, über den Zuspruch.

Das Interesse ist offenbar gerechtfertigt: „Nordhessen wird den Fachkräftemangel als Erster und am stärksten spüren“, sagte Dr. Frank Martin in einer Pressekonferenz vor der Veranstaltung. Trotz aktuell rosiger Arbeitslosenquote: Die Region leide speziell unter einem teils deutlichen Bevölkerungsrückgang, verursacht durch den Wegzug junger Menschen und Familien, der automatisch eine steigende Überalterung der Bevölkerung nach sich ziehe. Das verschärfe die Situation weiter: Ende des Jahrzehnts werden laut Martin hessenweit mehr als 100 000 Menschen weniger dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen – wenn niemand gegensteuert. Es sei jetzt an der Zeit, den Worten auch Taten folgen zu lassen, mahnte der Leiter der Regionaldirektion.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Mittwoch, 7. September

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