Auftrag für Konzept vergeben – E-Bike eilt E-Auto vorerst davon

Nordhessische Landkreise richten sich auf mehr E-Mobilität ein

Seit vier Jahren zählt ein Elektrofahrzeug zum Fuhrpark der Wildunger Stadtverwaltung: Marina Vogel, Auszubildende im Rathaus, zeigt, wo sich in der Badestadt Elektro-Autos öffentlich laden lassen: an der Säule am Bürgerpark „Alter Friedhof“. 

Waldeck-Frankenberg. „E-Mobilität wird in Zukunft eine überragende Rolle spielen“, meint Dr. Jürgen Römer (Landkreis Waldeck-Frankenberg). Er leitet das gemeinsame Projekt „E-Mobilitätskonzept“ der fünf nordhessischen Landkreise und stellte am Dienstag in Bad Wildungen die zwei Firmen vor, die das Konzept erarbeiten.

Das Projekt der fünf Landkreise soll ermitteln, welche Möglichkeiten Elektromobilität für die vornehmlich ländlich strukturierte Region Nordhessen birgt. So geht beispielsweise darum herauszufinden, welcher Bedarf an Ladesäulen und E-Tankstellen für die Zukunft zu erwarten ist.

Online-Befragungen

Außerdem wollen die Kreise auf der Grundlage des von ihnen in Auftrag gegebenen Konzeptes Angebote entwickeln, die attraktiv sind für die heimische Bevölkerung. Sie soll daher auch in diese Arbeiten einbezogen werden. Das geschieht in Gestalt von Online-Befragungen, Informationsveranstaltungen und Workshops.

Zuerst arbeiten die beauftragten Firmen PricewaterhouseCoppers und „Brenner BERNARD Ingenieure“ die Ausgangslage auf. Dazu zählen die Mobilitätsdaten der Region, also etwa, wer mit welchem Verkehrsmittel welche Ziele ansteuert. Existierende Angebote der Elektromobilität werden an dieser Stelle berücksichtigt. Bei all dem versuchen die Autoren der Konzeptstudie zu ergründen, wie Gesellschaft und Wirtschaft in den Landkreisen mit Blick auf die Mobilität funktionieren, welche Rolle beispielsweise Flexibilität und individuelle Erreichbarkeit in jeder Hinsicht spielen.

Nach Vorbildern suchen

Die Situation Nordhessens wird dabei ins Verhältnis gesetzt zu vergleichbaren Regionen gesetzt. Lassen sich dort Vorbilder finden, die sich auf die hiesigen Bedürfnisse und Rahmenbedingungen übertragen lassen? So lautet eine zentrale Frage. Zur Analyse zählen außerdem die erwartbare Entwicklung der Technik, Trends und politische Rahmenbedingungen für E-Fahrzeuge.

Am Ende des Prozesses soll ein Aktionsplan stehen. Er gibt den beteiligten Kommunen einen Handlungsleitfaden für die elektromobile Zukunft an die Hand.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare zu diesem Artikel