Ein ganzes Wochenende steht im Zeichen von grünen Paradiesen

Offene Gärten Waldeck-Frankenberg: „Viel positive Resonanz“

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Adelheid Wetter (links) und Lothar Stürmer (rechts) haben in Hatzfeld einen Rosengarten mit Aussicht geschaffen. Anja Westmeier und Irmhild Stacke (von links) aus Twistetal genossen den Besuch.

Waldeck-Frankenberg. „Es war sehr schön bei Ihnen. Danke, dass Sie Ihren Garten geöffnet haben.“ Sätze wie diesen hörten am vergangenen Wochenende die Gartenbesitzer, die zum 7. Tag der Offenen Gärten in Waldeck-Frankenberg ihre Refugien der Öffentlichkeit präsentierten, oft.

Viel Lob und Anerkennung wurde ihnen zuteil, weil sie die Besucher in ihren Gärten willkommen hießen und an ihren Gestaltungsideen teilhaben ließen.

Zum Auftakt am Samstag herrschte ein regelmäßiger Betrieb in den 46 Gärten, die zwischen Hatzfeld und Rhoden, zwischen Wellen und Usseln zu sehen waren. Am Sonntag zogen die Besucherzahlen deutlich an, die Gäste gaben sich fast die Klinke in die Hand. Dabei war der Betrieb stets so, dass „viele interessante Gespräche möglich“ waren, sagen Horst-W. Hensel, der zum zweiten Mal seinen Garten in Helsen öffnete, und Georg Wackerbarth, der seinen 14 000 Quadratmeter großen Garten in Albertshausen erstmals beim Tag der offenen Gärten zeigte.

Bestes Sommerwetter ließ die Besucher viel Zeit und gute Laune mitbringen. Alle Gartenbesitzer hatten in ihren Gärten Plätze zum Ausruhen geschaffen, und gern nutzten die Gäste die Gelegenheit, sich einfach mal unter Bäume zu setzen, die Gärten auf sich wirken zu lassen oder an einer Kaffeetafel Platz zu nehmen und sich mit den Nachbarn auszutauschen. Auch über Blumenrabatte hinweg kam es zwischen den vielen Gleichgesinnten immer wieder zu anregenden Gesprächen.

Unterschiedlichste Konzepte

Zu sehen waren die unterschiedlichste Gärten – von Refugien, die vor allem nach den Bedürfnissen von Bienen ausgerichtet waren und in denen es viele praktische Tipps mit auf den Weg gab, über englische Gärten mit perfekt gestalteten Beeten bis hin zu charmanten Rosengärten mit Blick über den Edersee oder Dörfer. Von kleineren Stadtgärten bis hin zu ausgewiesenen Naturgärten, in denen ausschließlich heimische Wildpflanzen zu sehen waren – wie im Garten von Achim Frede, in dem 270 von den rund 1250 Wildpflanzen leben, die es in Waldeck-Frankenberg gibt.

Viele der Gärten erschlossen sich dem Besucher daher vor allem auch im Gespräch mit den Besitzern, die immer wieder gern Auskunft gaben und mitunter ihre Pflanzen sogar beschriftet hatten. Da taten sich für viele Besucher ganz neue Pflanzenwelten auf.

Die Vielfalt der Gartenkonzepte, auf die die Organisatoren des Gartenfestivals von Anfang an Wert legen, kam bei den Besuchern gut an. „Jeder Garten, den wir gesehen haben, hat seinen Reiz“, sagt Gisela Westmeier aus Nieder-Orke, die mit ihrer Tochter Marion Westmeier-Wind (Battenberg) zu jedem Tag der offenen Gärten jeweils zwei Tage lang von morgens bis abends unterwegs war. „Wir haben uns das Wochenende wieder extra freigehalten, da gibt es kein anderes Programm“, sagen sie und lachen.

„Wir haben sehr viel positive Resonanz erfahren“, freuen sich Anja Huthwelker aus Buchenberg sowie Adelheid Wetter und Lothar Stürmer aus Hatzfeld, die beide erstmals am Tag der offenen Gärten teilnahmen. Hella Schilling, die bereits zum 7. Mal dabei war, freute sich auf die „Wiederholungstäter, die jedes Mal kommen und sich den Garten anschauen“. Und so ziehen die ehrenamtlichen Organisatoren ein positives Resümee: „Der Garten stand wieder Mittelpunkt, die Atmosphäre war harmonisch, es war schön“, sagt Silvia Steiner. Fotostrecke

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