Brandkatastrophe in Neukirchen

Opfer werden heute obduziert

Lichtenfels-Neukirchen. - Zwei Tage nach der Brandkatastrophe in Neukirchen werden am Mittwoch die Leichen der beiden in dem ausgebrannten Gasthof geborgenen Frauen obduziert.

Die 34-jährige Frau des Hausbesitzers und seine 28-jährige Schwägerin waren am Montag tot in den Trümmern gefunden worden. Ob die Gerichtsmediziner am gleichen Tag auch die beiden Nichten der Frauen untersuchen werden, sei noch offen, erklärte Polizeisprecher Dirk Virnich am Mittwochmittag. Die fünf und zehn Jahre alten Schwestern wurden erst am Dienstag entdeckt. Mit einem Ergebnis der Obduktion sei heute noch nicht zu rechnen. Die litauische Botschaft in Berlin versucht laut Virnich indes Kontakt zu den leiblichen Eltern der Kinder aufzunehmen. Sie sollen sich in England aufhalten.

Zur Brandursache und Schadenshöhe können weiterhin keine Angaben gemacht werden. Virnich geht davon aus, dass Ergebnisse erst in der kommenden Woche vorliegen. Mitarbeiter einer Versicherung waren am Mittwochmorgen vor Ort. Die Vollsperrung auf der Kreissstraße 48 in der Ortslage Neukirchen ist mittlerweile wieder aufgehoben.

In der Nacht von Sonntag auf Montag war die Gaststätte "Zur Linde" an der Neukirchener Hauptstraße niedergebrannt. Nachbarn hatten den Brand gegen zwei Uhr entdeckt und sofort die Feuerwehr alarmiert. Zu diesem Zeitpunkt stand das Haus bereits in hellen Flammen. Das alte Fachwerkgebäude wurde als Wohn- und Geschäftshaus genutzt. Im Hochparterre befanden sich eine Pizzeria, sowie das Wohnzimmer der Hausbewohner. Im ersten Obergeschoss befanden sich die Schlafzimmer. Einzig der 38-jährige Hausbesitzer konnte sich aus dem brennenden Haus auf die Straße retten. Seine Frau, seine Schwägerin sowie die beiden Mädchen galten ab diesem Zeitpunkt als vermisst und wurden in den folgenden Tagen nach langer Suche tot aus den Trümmern geborgen. (lb)

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