Für Organisatoren und Besucher gelten klare Regeln  

Osterfeuer in der Region: Das müssen Sie beachten

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Osterfeuer: Damit beim Abbrennen nichts passiert, müssen Veranstalter und Besucher des beliebten Brauchtums mehrere Regeln und Hinweise beachten.

Waldeck-Frankenberg. Richtige Abstände, richtige Brennstoffe, der richtige Zeitpunkt: Zu Ostern sind in Waldeck-Frankenberg wieder viele Osterfeuer geplant. Welche Regeln die Organisatoren beachten müssen, dazu einige Fragen und Antworten.

? Welcher Standort ist der richtige für ein Osterfeuer? 

! Um der Natur nicht zu schaden, sollen Osterfeuer auf vegetationslosen Flächen abgebrannt werden. Darauf weist der Fachdienst Natur- und Landschaftsschutz des Landkreises Waldeck-Frankenberg hin. Schutzwürdige Lebensräume wie Trockenrasen, Hecken und Baumbestände sowie Wegraine dürfen nicht beeinträchtigt werden.

? Welche Abstände müssen zu Gebäuden und anderen Gebieten eingehalten werden? 

! Es müssen 100 Meter Abstand zu bewohnten Gebäuden, Naturschutzgebieten und Wäldern, 50 Meter zu Straßen und Eisenbahnstrecken und 35 Meter zu sonstigen Gebäuden, Bäumen, Hecken und Feldrainen gehalten werden. Im Zweifelsfall sollte man dabei den fachlichen Rat der Feuerwehr einholen.

? Wie gehen die Organisatoren richtig mit dem Brennmaterial um und woraus darf dieses bestehen? 

! Laut des Fachdienstes Natur- und Landschaftsschutz darf das Brennmaterial für das Osterfeuer frühestens eine Woche vor dem Abbrennen angefahren und aufgeschichtet werden. Sollte schon früher aufgeschichtet werden, ist kurz vor dem Abbrennen eine Umschichtung des Holzstapels notwendig, um zu vermeiden, dass dort mittlerweile angesiedelte Tiere nicht in den Flammen umkommen. Weiterhin sollten als Brennstoffe nur Reisig, Astwerk und Stroh verwendet werden.

? Was darf unter keinen Umständen ins Osterfeuer? 

! Abfälle haben in einem Osterfeuer nichts zu suchen. Der Verstoß dagegen ist ordnungswidrig und kann bestraft werden. Weiterhin ist es verboten, Autoreifen, Düngemittelsäcke oder sonstige Abfälle in offenem Feuer in der Natur zu verbrennen. Zum Entzünden des Feuers sollten auf keinen Fall brennbare und giftige Flüssigkeiten genutzt werden, da diese zum Teil im Boden versickern und dann Boden und Grundwasser verseuchen können.

Weitere Regeln und Hinweise zum Osterfeuer lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der WLZ am 13. April 

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