SHK-Innung verleiht Großen Ehrenteller an Prof. Dr. Martin Viessmann

Partnerschaft, auf die beide stolz sind

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Die SHK-Innung mit Obermeister Walter Scriba (links) und seinem Stellvertreter Guido Kalbe (rechts) verlieh den Großen Ehrenteller mit Urkunde an Prof. Dr. Martin Viessmann. Es gratulierte dazu Gerhard Brühl, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Foto: Raatz

Waldeck-Frankenberg - Energiewende und Digitalisierung: zwei Themen, die Prof. Dr. Martin Viessmann bewegen. Die SHK-Branche (Sanitär, Heizung, Klima) sieht er vor riesengroßen Herausforderungen stehen: „Wir können sie nur gemeinsam meistern“, rief er den Meistern der Waldeck-Frankenberger Innung zu.

Erstmals hat die Waldeck-Frankenberger SHK-Innung einen Großen Ehrenteller als Würdigung besonderer Verdienste verliehen: an Martin Viessmann - an wen auch sonst? Schließlich ist die Viessmann-Gruppe zum einen technologischer Vorreiter in der Branche, zum anderen ist die Verbindung des geschäftsführenden Gesellschafters zu den heimischen Innungsbetrieben besonders eng. „Wir wollen mit der Verleihung Danke sagen für die Unterstützung, Begleitung und Förderung über Jahrzehnte hinweg“, begründete Obermeister Walter Scriba aus Frankenberg die Auszeichnung.

Verbundausbildung als Erfolgsmodell

Die Innung sei stolz, „unseren Kunden Produkte aus ihrem Unternehmen anbieten zu können“, sagte Scriba. Produkte aus dem Hause Viessmann seien stets Garanten für ein „Höchstmaß an Kundenzufriedenheit“. Das Komplettangebot mit durchweg „höchster Qualität zu fairen Preisen“ eröffne den Meisterbetrieben „hervorragende Marktchancen“. Das Waldeck-Frankenberger SHK-Handwerk agiere deshalb voller Überzeugung „als Bindeglied zwischen den Produkten aus der Region für die Kunden in der Region“.

Beim Besuch des Viessmann-Standes auf der Weltleitmesse „ISH 2015“ in Frankfurt (wir berichteten) sei ihm und seinen Innungskollegen wieder einmal bewusst geworden, dass es sich „um mehr als eine Zweckpartnerschaft handelt“, sagte Scriba bei der Feierstunde im Konrad-Seibel-Raum des Korbacher Berufsbildungszentrums. „Wir Handwerker sind Stolz erfüllt“, einen Partner wie Viessmann an der Seite zu haben.

Der Obermeister hob auch das besondere Viessmann-Engagement zur Qualifizierung des Nachwuchses hervor. Der SHK-Pavillon am Korbacher BBZ sei stets mit den neuesten Produkten ausgestattet. Modellcharakter habe zudem die 2010 gestartete Verbundausbildung zum Anlagenmechaniker. Aktuell absolvieren 15 Berufsanfänger ihre Ausbildung zur einen Hälfte bei Viessmann, zur anderen in Innungsbetrieben.

Handwerk als das Bindeglied zum Endverbraucher

Stellvertretend für alle Mitarbeiter nehme er diese Auszeichnung gerne entgegen, entgegnete Viessmann. „Denn eine erfolgreiche Partnerschaft ist nie eine One-Man-Show“. Die Verleihung des Großen SHK-Ehrentellers werte er als besonderes Zeichen der über viele Jahrzehnte gewachsenen engen Beziehung der Innung und Viessmann. „Besonders stolz macht mich aber, dass sie ebenfalls stolz auf unsere Marktpartnerschaft sind.“ Als Hersteller setze Viessmann stets besonders auf das Handwerk als Partner, „denn sie sind unser Bindeglied zum Anlagenbetreiber“. Und deshalb versuche das Unternehmen mit seinem Komplettangebot nicht nur das passende Produkt für jeden Anwendungsfall zu bieten, sondern auch umfassende Dienstleistungen zur Unterstützung zur Verfügung zu stellen. „Ich hoffe, dass wir sie in ihrer Arbeit wirksam unterstützen.“ Denn letztendlich sei der zufriedene Endverbraucher das Ziel. „Und das können wir nur gemeinsam erreichen: wir mit den Produkten, sie mit dem professionellen Service.“

Nur gemeinsam könnten deshalb auch die Herausforderungen der Zukunft gemeistert werden. „Allmählich hat die Politik erkannt, dass der Schlüssel zu einer erfolgreichen Energiewende im Wärmemarkt liegt“, der einen Anteil von 40 Prozent am Gesamtenergieverbrauch hat. Würden alle veralteten Anlagen durch moderne, energieeffiziente Wärmeerzeuger ersetzt, würde der Gesamtenergieverbrauch um zwölf Prozent sinken, betonte Viessmann. Damit wäre die Hälfte der politisch geforderten Zielvorgabe erreicht. Und auch für die effiziente Nutzung überschüssigen Stroms biete Viessmann marktreife Technologien: Power-to-Gas, also die Wandlung von Strom in Methan, das in das Gasnetz eingespeist werden kann. Und Power-to-Heat, die dezentrale und kurzzeitige Speicherung von Strom in Gebäuden, in denen Wärmepumpen installiert sind.

„Smart Home“ - im Wettbewerb mit Google

Die zweite Herausforderung: die Digitalisierung. „Wir haben es in unserer Branche auf einmal mit völlig neuen Anbietern zu tun.“ Etwa mit Samsung, oder mit Apple - und auch mit Google. Der Suchmaschinen-Riese ist durch die milliardenschwere Übernahme von Nest zum Wettbewerber von Viessmann geworden. Nest vertreibt lernfähige Thermostate, die die Raum- an die Außentemperatur und vor allem die Gewohnheiten der Bewohner anpassen. „Apps zur Steuerung der Heizung sind ja heute schon Alltag. Doch bald wird vom Tablet aus das gesamte Haus gesteuert“, warf der Unternehmer einen Blick in die Zukunft: vom Lichtschalter bis zum Kühlschrank. „Smart Home“ heißt das Stichwort. Und auch in diesem Geschäft will Viessmann seinem eigenen Anspruch als Marktführer gerecht werden.

Gerade aufgrund der technologischen Entwicklungen prophezeit Prof. Dr. Martin Viessmann den SHK-Betrieben jedoch eine positive Zukunft: „Unsere Branche ist attraktiv, auch für den Nachwuchs.“ In Hessen sei die Zahl der SHK-Auszubildenden um sieben Prozent, in Bayern im vergangenen Jahr sogar um 14 Prozent gestiegen. Es gebe somit viele gute Gründe für Viessmann und die Innung, dieses „Wir-Gefühl“ auch in die Zukunft zu tragen.

Stellvertretend für das gesamte Waldeck-Frankenberger Handwerk gratulierte Hauptgeschäftsführer Gerhard Brühl zur Auszeichnung. „Wir wären gerne die Macher der Energiewende vor Ort“, stellte er sich an die Seite von Viessmann. Musikalisch umrahmten Torben Schott und Lea Vach die Feierstunde.

Von Rouven Raatz

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