Gestiegene Personal-, Energie- und Lebensmittelkosten

24 Pflegeheime in Waldeck-Frankenberg sind teurer geworden

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Pflegebedürftige Menschen müssen für einen Platz im Pflegeheim tiefer in die Tasche greifen: 24 Heime in Waldeck-Frankenberg haben ihre Pflegesätze erhöht.

Pflegebedürftige Menschen müssen für einen Platz im Pflegeheim tiefer in die Tasche greifen: Insgesamt 24 Heime in Waldeck-Frankenberg haben seit Januar ihre Pflegesätze erhöht.

Durchschnittlich passierte dies um 7,49 Prozent. Das teilt der Landkreis als Sozialhilfeträger auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Einen festen Preis für den Platz im Heim gibt es nicht. Jeder Betreiber kalkuliert die Kosten für sein Haus selbst, muss sie allerdings von den Pflegekassen und vom Sozialhilfeträger genehmigen lassen. 

Da die von der Pflegeversicherung gezahlten Leistungen für ein bis zwei Jahre im Voraus fest vereinbart worden sind, werden steigende Kosten auf die Bewohner umgelegt. Der Eigenanteil, der unabhängig vom Pflegegrad für jeden Heimbewohner gleich ist, setzt sich aus Kosten für Pflege, Unterbringung und Investitionen zusammen.

Personalkosten sind gestiegen

Gestiegene Lohn- und Personalkosten sowie Energie- und Lebensmittelkosten sind laut Bundesverband der Verbraucherzentralen die Hauptursachen für höhere Pflegesätze. Der Landkreis geht davon aus, dass der Eigenanteil, den alte Menschen und ihre Angehörigen für die Unterbringung zahlen, im kommenden Jahr weiter steigt: „Aufgrund des neuen Pflegestärkungsgesetzes, wird ab nächstem Jahr von den Einrichtungen eine Umlage zur Finanzierung der Ausbildung in der Pflege erhoben“, erklärt Wecker. 

Diese Umlage werde dann ein Bestandteil der Kostenkalkulation werden, mit der die neuen Pflegesätze ermittelt werden. Wecker: „Dies wird sicherlich im nächsten Jahr wieder verstärkt zu Einzelverhandlungen führen und damit zu weiteren Steigerungen der Pflegesätze und somit auch den Eigenanteilen.“

Zum jetzigen Zeitpunkt sei jedenfalls nicht erkennbar, dass die Pflegekassen die pauschalen Pflegeleistungen in den einzelnen Pflegegraden erhöhen würden, so Wecker. Die gestiegenen Kosten landen damit eins zu eins bei den Heimbewohnern. 

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