Erfolgreiches Pilotprojekt: Bildungspass wird auf Landkreis ausgeweitet

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Ingo Hoppmann und Lara Kurzrock mit dem neuen Bildungspass für Flüchtlinge.

Waldeck-Frankenberg. Im April hatte der Landkreis das Pilotprojekt „Bildungspass für Geflüchtete“ in Korbach und Umgebung gestartet. Nun soll die Idee aus Waldeck-Frankenberg nicht nur auf den gesamten Kreis ausgeweitet werden. Auch neun weitere Landkreise und die Stadt Kassel interessieren sich dafür.

Der Bildungspass soll keine offiziellen Dokumente ersetzen, sagt Lara Kurzrock, Bildungskoordinatorin beim Landkreis. Doch er soll einen schnellen Überblick darüber geben, was die Geflüchteten bereits können – und damit letzten Endes die Integration am Arbeitsmarkt erleichtern. Das ist das Ziel des Bildungspasses.

Rund 200 Exemplare waren im April für die Testphase ausgegeben worden. Dort können besuchte Kurse, beispielsweise zur Alphabetisierung, oder andere Bildungsmaßnahmen und das Sprachniveau eingetragen werden. Lara Kurzrock und Flüchtlingskoordinator Ingo Hoppmann hatten den Pass gemeinsam entwickelt und die Testphase nun ausgewertet. Das Fazit: Bei den Flüchtlingen, aber auch bei den Bildungsträgern kommt der Bildungspass gut an. Rund 2000 Exemplare – für die Flüchtlinge im Landkreis, die älter als 16 Jahre sind – werden derzeit gedruckt und bald verteilt.

Diese Exemplare unterscheiden sich leicht von denen in der Testphase, erklärt Kurzrock. Bei einer Bildungskonferenz mit Schulen, Beratungseinrichtungen und Ehrenamtlichen waren die Teilnehmer nach Verbesserungsvorschlägen gefragt worden, diese wurden übernommen. Nun gibt es neben Platz für die besuchten Kurse auch ein freies Feld für den entsprechenden Bildungsträger und den erreichten Abschluss. Auf der Rückseite ist Platz für berufliche Erfahrungen, bestätigt durch den Arbeitgeber.

Andere hessische Landkreise haben bereits Interesse signalisiert, den Pass ebenfalls einzuführen.

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