Waldeck-Frankenberg

Piraten nehmen Kurs aufs Kreishaus

- Waldeck-Frankenberg. Die Piratenpartei in Waldeck-Frankenberg will 2011 für den Kreistag kandidieren. Der Kreisverband hatte sich erst im September gegründet und zählt zur Zeit 22 Mitglieder.

„Wir wollen mehr Transparenz ins Kreishaus bringen“, kündigte Vorsitzende Silke Suck am Samstag auf dem ersten Kreisparteitag der noch jungen Vereinigung in Marienhagen an. Einen zweiten „Eichenlaub“ solle es nicht mehr geben.

Thematisch ist die Piratenpartei noch immer stark ausgerichtet auf die klassischen Themen wie Schutz der Grundrechte und Bürgerrechte. Jeder müsse das Recht haben, die Nutzung seiner persönlichen Daten kontrollieren zu können. Andere politische Felder will sich der neue Kreisverband laut Suck nach und nach erarbeiten. Im Juni soll der erste programmatische Parteitag über die Bühne gehen. Zuvor wird es öffentliche Arbeitstreffen geben, während derer die Partei Ideen für das weitere inhaltliches Vorgehen sammeln wird, um sie dann beim Parteitag zu konkretisieren.

Im Wahlkampf wollen die Piraten auch Felder wie Bildung, landwirtschaftliche Themen, Tourismus und öffentlichen Personennahverkehr besetzen. Aber auch der Einsatz von frei erhältlicher Opensource-Programmen wie die Bürosoftware Open-Office in den Verwaltungen solle geprüft werden, erklärte Suck. So könne die öffentliche Hand Lizenzgebühren für teure kommerzielle Programme einsparen. „Die Bedeutung von Opensource wird von den etablierten Parteien noch nicht erkannt, da fehlt es ihnen noch an Fachwissen“, so die Vorsitzende. Mit Infoständen und Aktionen will sich die Partei in diesem Jahr ins Bewusstsein der Bevölkerung bringen. „Wir müssen zeigen, dass es uns gibt“, sagte Suck.

Bei Vorstandswahlen gab es eine erste Änderung: Ann-Kristin Zajons folgt als neue stellvertretende Vorsitzende auf Sascha Brandhoff, der sein Amt niederlegte.

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