Neue Masche im Internet - Alleinstehende Frau aus Waldeck-Frankenberg war Opfer

Polizei warnt vor Betrug „im Namen der Liebe“

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Neue Masche: Der Betrug findet über Partnerbörsen statt. 

Waldeck-Frankenberg. In Online-Partnerbörsen oder auch in sozialen Netzwerken sind derzeit wieder Betrüger auf der Suche nach potenziellen Opfern. Auch im Landkreis Waldeck-Frankenberg ist jüngst eine alleinstehende Frau Opfer dieser Masche geworden, die in der Regel immer wie folgt abläuft.

Ist ein Kontakt erst einmal hergestellt, werden die Opfer mit Liebesbekundungen und Aufmerksamkeit überhäuft – und zwar einzig und allein mit dem Ziel, ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Im Fachjargon heißt die Masche „Love- oder Romance-Scamming“ und ist für die Opfer mit hohem emotionalem Stress verbunden.

Die virtuellen Partner geben zum Beispiel vor, bei einer Geschäftsreise nach Westafrika in Geldnot geraten zu sein. Oder sie benötigen Geld für eine wichtige Operation ihres Kindes oder eines Angehörigen. Auch gestohlene Koffer und Pässe, unbezahlter Lohn oder eine unbezahlte Hotelrechnung sollen das ahnungslose Opfer dazu bringen, Geld zu überweisen. Und viele tun es auch, schließlich sind sie zu diesem Zeitpunkt schon von ihrem Internet-Partner oder ihrer Internet-Partnerin emotional abhängig.

Betrug mit falscher Identität

Häufig geben sich die Täter als amerikanische Soldaten im Auslandseinsatz aus, welche aufgrund dessen derzeit nicht an ihr privates Geld gelangen. Dann bitten Sie um Unterstützung via Western Union oder Money-Gram und versprechen, das Geld zurück zu zahlen. Es erfolgen bei der Kontaktaufnahme und in der Zeit, in der eine Beziehung gebildet wird, mitunter auch Telefonate über Handys oder Skype ohne Bild in englischer Sprache, so dass eine noch persönlichere Bindung entstehen kann. Bei den Handys handelt es sich dann oftmals um Prepaidhandys, bei denen die Inhaber nicht nachvollziehbar sind. Die Polizei warnt aktuell verstärkt vor dieser Masche.

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