SEK-Einsatz in Frankenberg wegen eines schwerbewaffneten, psychisch kranken Mannes

Polizeihund überwältigt Drogenabhängigen

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Frankenberg - Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei war am Dienstag in Frankenberg im Einsatz: Angehörige eines drogenabhängigen Mannes hatten die Polizei um Hilfe gebeten. Der Mann war schwer bewaffnet und verletzte einen Polizeihund mit einem Samuraischwert.

Die Angehörigen des Mannes hatten am Vormittag die Polizei alarmiert. Die Ermittlungen der Beamten ergaben dann, dass der Mann stark seelisch krank ist. Daher gingen sie von einem hohen Gefährdungspotential aus und riefen das Spezialeinsatzkommando (SEK) aus Kassel zu dem Einsatz hinzu. „Wie sich später herausstellen sollte, eine richtige Entscheidung“, sagte Polizeisprecher Dirk Virnich. Nach entsprechenden Vorbereitungen der Polizisten wurde der Mann gegen 14 Uhr in seiner Wohnung von einem Einsatzhund des Spezialeinsatzkommandos überwältigt.

Der Mann hatte sich zuvor mit einem Samuraischwert bewaffnet und damit versucht, den Angriff durch den Polizeihund abzuwehren. Er traf den Vierbeiner dabei nur leicht und ohne ihn ernsthaft zu verletzen. Anders erging es dem Mann: Er erlitt Bissverletzungen, bevor ihn die Spezialisten endgültig unter Kontrolle bringen konnten.

In der Wohnung fanden die Beamten neben zum Angriff bereitliegende Messer eine mit scharfer Munition geladene Maschinenpistole. Die Herkunft der Kriegswaffe ist derzeit noch unklar. Zudem ist der psychisch kranke Mann, der seit Wochen seine Wohnung nicht verlassen hatte, hochgradig betäubungsmittelabhängig. In seiner Wohnung fanden sich eine größere Mengen Marihuana und Haschisch. Laut Polizei sei es bekannt, dass seelische Erkrankungen durch den Konsum von Cannabisprodukten ausgelöst werden können. „Wie sich in diesem traurigen Fall zeigt, war die Entscheidung der Angehörigen, die Polizei um Hilfe zu bitten, genau richtig“, sagte Virnich.

Nur so könne dem Mann nun in einer Klinik für seelisch kranke Menschen geholfen werden. „Die Einsatzkräfte, aber auch die Angehörigen sind sich sicher, dass durch den umsichtigen Polizeieinsatz Schlimmeres verhindert werden konnte.“(r)

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