Große Nachfrage bei Baumärkten

Pools im Landkreis beliebt wie nie zuvor

Drei Kinder planschen in einem Gartenpool (Luftaufnahme mit einer Drohne).
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Werden immer beliebter: Pools im eigenen Garten

Der Freibadbesuch gehört bei vielen Menschen an heißen Tagen dazu – in diesem Sommer gestaltet sich das allerdings nicht so einfach. Einige Bäder bleiben geschlossen, und in den geöffneten gelten strenge Hygieneregeln.

Die Lösung findet sich oftmals im Baumarkt. Im Frühjahr und den warmen Wochen war die Nachfrage nach Pools in den heimischen Baumärkten so groß wie nie. Das Angebot erstreckte sich vom kleinen Kinderplanschbecken bis zum Whirlpool mit Sektkühler.

„Wir haben deutlich mehr verkauft als noch in den Vorjahren“, berichtet Uwe Rost, Marktleiter der Korbacher Obi-Filiale. Normalerweise sei das Angebot groß, in den vergangenen Wochen waren die Verkaufregale allerdings nur zum Teil gefüllt.

Rost berichtet: „Die Nachfrage ist so groß, dass die Lieferanten Schwierigkeiten haben, die Bestellungen auszuliefern.“ Das liege vor allem an der Urlaubssituation. Viele Menschen verreisten in diesem Jahr nicht und suchten deshalb eine Lösung Zuhause entspannen zu können.

Florian Kramm, einer der Geschäftsführer der Edeka Hessenring, bestätigt: „In diesem Jahr haben wir die meisten Pools in der Firmengeschichte verkauft. Auch in den Herkules-Baumarkt-Filialen in Korbach, Bad Arolsen und Frankenberg sei die Nachfrage immer noch groß.

Aufgrund der vielen Verkäufe im vergangenen Sommer habe das Unternehmen bereits frühzeitig Ware für dieses Jahr bestellt. „Wir hatten Pools auf Vorrat und konnten den Kunden deshalb viele Produkte verkaufen“, so Kramm. Besonders beliebt seien sogenannte Framepools, die einen stabilen Rahmen aufweisen und trotzdem bequem im Garten aufgestellt werden können. Auch Whirlpools liegen im Trend.

Trotz guter Lieferanten neige sich jedoch auch dort der Bestand dem Ende zu. „Bei den Händlern haben wir so viel wie möglich nachbestellt, doch auch dort sind die Lager mittlerweile leer“, berichtet der Geschäftsführer. Die Produkte, die zum größten Teil aus dem asiatischen Raum kommen, seien zurzeit schlichtweg nicht mehr lieferbar. 

Mit jedem Pool steigt der Wasserverbrauch

Pools liegen im Trend – auch im Landkreis. Zum Schwimmen sind die Becken mit mehreren tausend Litern Wasser gefüllt. Vor allem in den heißen Sommern kann das aber für Probleme sorgen. Aus diesem Grund hat die Stadt Battenberg, in der Kernstadt sowie den Stadtteilen Dodenau und Laisa, seit Ende Juli verboten die Gartenpools zu füllen. In Korbach, Frankenberg, Bad Arolsen und Bad Wildungen gibt es jedoch keine Einschränkungen.

Kinder nie unbeaufsichtigt in den Pool lassen

Für die Kinder ist ein Pool im Garten etwas Tolles und auch die Eltern können entspannen. Dennoch warnt die DLRG davor, zu unachtsam zu sein. „Selbst eine geringe Wassertiefe kann zur tödlichen Bedrohung werden“, sagt Präsident Achim Haag.

Das bestätigt auch Udo Schönemann, der im Kreisverband Waldeck-Frankenberg Vorsitzender ist. „Eltern sollten die Kinder nie unbeaufsichtigt lassen“, sagt er. Außerdem sei es wichtig, dass mögliche Stolperfallen entfernt werden. Er erklärt: „Stolpert ein Kind und schlägt mit dem Kopf im Pool auf, kann das schnell zu einem Unglück führen.“

Wird der Pool oder Teich nicht genutzt rät die DLRG außerdem dazu, den Bereich mit einem Zaun abzusperren oder die Wasserfläche abzudecken.

Regeln gelten aber nicht nur für Kinder und Eltern. Vor allem die hohen Temperaturen könnten für alle Menschen gefährlich werden. „Nach einem Sonnenbad sollte man nicht sofort in den Pool springen, um sich abzukühlen“, sagt Schönemann.

Auch der Missbrauch von Alkohol stellt eine Gefahr dar. Er betont: „Unter Alkoholeinfluss sollte man nicht schwimmen gehen, auch nicht im eigenen Pool.“

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