Waldeck-Frankenberg

Posch nimmt Abschied von A4

- Waldeck-Frankenberg (jk). Der Lückenschluss der A 4 ist gestrichen – ob als Autobahn oder vierspurige Fernstraße. Hessens Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) hat sich von den Plänen verabschiedet.

Zu teuer und zu wenig Verkehr, so heißt das Fazit einer neuesten Verkehrsstudie, auf die sich Minister Dieter Posch am Donnerstag in einer Pressemeldung bezog. Demnach kostet die als „Bundesstraße 508n“ angedachte Verbindung zwischen Olpe und Hattenbach quer durch den Landkreis Waldeck-Frankenberg bis zu 1,7 Milliarden Euro. Gegenüber stehe aber eine geringe Verkehrsmenge von schätzungsweise 10 000 Fahrzeugen zwischen Erndtebrück (Nordrhein-Westfalen) und Frankenberg – und vor allem nur 4000 bis 6000 Fahrzeugen täglich zwischen Frankenberg und dem Richtung Osten gelegenen Autobahnanschluss am Hattenbacher Dreieck. Die im Auftrag der Bundesregierung Ende 2009 entstandene Verkehrsstudie „bestätigt nicht das Kosten-Nutzen-Verhältnis“ und rechtfertige damit „keine weiteren Planungen und Investitionen“, erklärt Posch. Darin sei er sich auch mit Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) einig, verweist der hessische Verkehrsminister auf ein jüngstes Schreiben aus Berlin: „Ich teile Ihre Auffassung“, bestätigt Ramsauer laut Wiesbaden darin. Stattdessen will Posch „mit Nachdruck“ die Ortsumgehungen entlang der B 252 und den „dreistreifigen Ausbau“ der B 253 über die Sackpfeife vorantreiben. „Die Landesregierung ist sich ihrer Verantwortung bewusst“, unterstreicht Posch. Die heimische Wirtschaft sieht das anders. Scharfe Kritik kommt etwa von der IHK gegen Poschs Entscheidung: „Schwer enttäuscht.“ Dagegen jubeln die Naturschutzverbände.Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ-Ausgabe vom Freitag, 7. Mai 2010.

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