Ein besonders schönes Foto und seine besondere Geschichte

Wie die Raumstation ISS auf ein Edersee-Foto kam - Kompliment von Alexander Gerst

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Diese Spur der Raumstation ISS am Nachthimmel über der beleuchteten Sperrmauer hielt Dr. Andreas Reyer zufällig fest. Daraus entwickelte sich ein direkter Kontakt per Facebook zum deutschen Astronauten Alexander Gerst dort oben!

Edersee. Dr. Andreas Reyer aus Waldeck-Frankenberg schickt seine Nachtaufnahme der Edertalsperre mit ISS-Spur am Himmel in den Weltraum und erhält Antwort von Astronaut Alexander Gerst.

Mit dem Quäntchen Glück, auf das jeder begeisterte, engagierte Fotograf in besonderen Momenten angewiesen ist, hielt Reyer kürzlich zufällig im Bild eine Spur fest. Die Raumstation ISS hinterließ sie am Nachthimmel über der illuminierten Edertalsperre.

Alexander Gerst

„Ich habe es aber erst einige Minuten nach der Aufnahme bemerkt, als sie direkt über mir war“, berichtet er. Weil ihm die Kombination mit der Beleuchtung der Sperrmauer so gut gefiel, schickte Anreas Reyer das Bild als Gruß vom Edersee per Facebook die 400 Kilometer hinauf zur Raumstation. Sie umkreist auf ihrer Umlaufbahn mit knapp acht Kilometern pro Sekunde die Erde.

„Hallo lieber Alexander Gerst, beim Fotografieren in der Blauen Stunde gestern am Edersee kamen Sie ganz überraschend vorbei. Immerhin war die Staumauer dem Anlass entsprechend beleuchtet (das Blau ist visuell eigentlich fast schwarz). Liebe Grüße, Andreas Reyer“, schrieb er als Kommentar um 10.41 Uhr am nächsten Tag dazu. Unter „Blauer Stunde“ verstehen Fotografen und Kameraleute die Dämmerungszeiten mit ihren höheren Blau-Anteilen im Licht.

Und tatsächlich antwortete Alexander Gerst, der mit Spitznamen „Astro-Alex“ gerufen wird und auf seiner Facebook-Seite einen regen Austausch mit den auf der Erde Zurückgebliebenen pflegt. Nachts um 0.48 Uhr traf sein Kompliment ein: „Sehr schönes Foto!“

Eine bleibende Erinnerung für den Fotografen vom Edersee. Andreas Reyer verspricht fürs nächste Mal „eine längere Belichtungszeit“.

Dann hinterlässt die „International Space Station“ auf der Aufnahme eine längere, prägendere Leuchtspur für die Ewigkeit. Gelegenheiten dazu wird es aller Voraussicht nach noch ausreichend geben.

Alexander Gerst erreichte mit der Crew am 8. Juni, zwei Tage nach dem Start, die ISS. Der Einsatz – seine zweite Mission im All – soll bis Ende Oktober dauern. In der zweiten Hälfte des Weltraum-Aufenthaltes übernimmt der Astronaut aus Deutschland das Kommando auf der internationalen Raumstation.

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Dieses Video ist ein Inhalt der Videoplattform Glomex und wurde nicht von der WLZ erstellt. 

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