Neuer Hygieneplan liegt den Schulen bereits vor

Präsenzunterricht soll an Schulen in Waldeck-Frankenberg auch nach den Ferien bleiben

Ein leeres Klassenzimmer gibt es in aller Regel nur in den Ferien. Im abgelaufenen Schuljahr mussten die Schüler in Hessen wegen der Corona-Pandemie aber zeitweise zu Hause bleiben, weil die Schulen im Lockdown geschlossen waren oder bei Lockerungen nur Distanzunterricht möglich war.
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Ein leeres Klassenzimmer gibt es in aller Regel nur in den Ferien. Im abgelaufenen Schuljahr mussten die Schüler in Hessen wegen der Corona-Pandemie aber zeitweise zu Hause bleiben, weil die Schulen im Lockdown geschlossen waren oder bei Lockerungen nur Distanzunterricht möglich war.

Ein „Corona-Schuljahr“ mit vielen Unwägbarkeiten liegt hinter den Schulen – am Montag, 19. Juli, haben in Hessen offiziell die Sommerferien begonnen.

Doch der Blick geht bereits über die Ferien hinaus – mit Beginn des Schuljahres 2021/22 soll am Präsenzunterricht festgehalten werden. Darauf wies Stephan Uhde, Leiter des Staatlichen Schulamtes auf Anfrage unserer Zeitung hin.

„Das Hessische Kultusministerium hat bereits alle Schulen über die Regelungen informiert, mit denen der Start des neuen Schuljahres im Präsenzunterricht sichergestellt werden soll. Alle Fragen sind im aktualisierten Hygieneplan und Leitfaden zum Schulbetrieb geregelt“, berichtet Uhde. Die gemeinsamen Maßnahmen der Landesregierung und des Landkreises Waldeck-Frankenberg hätten sich im vergangenen Schuljahr bewährt. Uhde: „Ich gehe davon aus, dass die Schulen auch im kommenden Schuljahr durch die geplanten Maßnahmen gut geschützt sein werden.“

Mit Blick auf die Urlaubszeit bittet der Amtsleiter „alle Reisenden, ihre Schulen dadurch zu schützen, dass sie sich rechtzeitig vor Schulbeginn testen lassen, um die Risiken zu minimieren“. Die Schulen verfügten mittlerweile auch über die notwendigen Erfahrungen, um beispielsweise Einschulungsfeiern – geschützt, aber angemessen – feierlich durchzuführen. „Alle Experten sind sich einig, dass das Lüften der Räume zwingend notwendig ist. Dort wo dieses nicht angemessen erfolgen kann, kann der Einsatz von mobilen Lüftungsanlagen sinnvoll sein“, so Uhde. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg sei in Abstimmung mit den Schulen hier bereits tätig geworden.

Eva Trilling, Leiterin der Mittelpunktschule Adorf, betont, dass „2021/22 so viel Präsenzunterricht wie möglich benötigt wird“. Der persönliche Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern sowie die sozialen Kontakte der Kinder und Jugendlichen untereinander ließen sich durch keine digitale Plattform der Welt ersetzen. „Erforderlich sind daher eine erhöhte Lehrerzuweisung und ein Herabsetzen der Teilungsgrenzen aller Klassen, um die bereits vorhandenen und vermutlich noch entstehenden Defizite aller Schulstufen dort auffangen zu können, wo alle Kinder und Jugendliche erreicht werden – nämlich in der Schule“, so Eva Trilling.

Hintergrund: Keine weiteren Verschärfungen geplant

Wie vergangene Woche bereits berichtet, müssen sich Hessens Schüler in den ersten beiden Wochen des neuen Schuljahres dreimal pro Woche auf Corona testen lassen. Außerdem gilt in dieser Zeit eine erweiterte Maskenpflicht – der Mund-Nasen-Schutz am Platz kommt zurück. „Stand jetzt sind keine weiteren Maßnahmen in Ergänzung zu den Landesregelungen in Waldeck-Frankenberg geplant“, sagt Schulamtsleiter Stephan Uhde.

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