Hauskäufer bezahlen durchschnittlich 161 000 Euro

Preise für Häuser in Waldeck-Frankenberg sind gestiegen

+
Symbolbild

Waldeck-Frankenberg – Der Immobilienmarkt ist stabil, bei bebauten Grundstücken mit leicht steigenden Preisen.

Das ergibt eine Auswertung von rund 2500 Kaufverträgen im Landkreis Waldeck-Frankenberg, die im neuen Immobilienmarktbericht des Gutachterausschusses für Immobilienwerte zu finden ist. Der gut 170 Seiten starke Bericht erscheint jedes Jahr und gibt unter anderem Aufschluss über die Entwicklung des Immobilienmarkts im vergangenen Jahr.

Der Geldumsatz ist 2019 zum Vorjahr nochmals leicht angestiegen und liegt bei 260 Millionen Euro. Den größten Anteil machen laut Gutachterausschuss dabei Verkäufe von Ein- und Zweifamilienwohnhäusern, Wohnbauflächen und landwirtschaftlichen Flächen aus.

Die Preise von Ein- und Zweifamilienwohnhäusern sind zum Vorjahr nochmals gestiegen: Wurden im Jahr 2018 durchschnittlich noch 143 000 Euro bezahlt, so waren Ein- und Zweifamilienwohnhäuser den Käuferinnen und Käufern im vergangenen Jahr durchschnittlich rund 161 000 Euro wert. Im Schnitt betrug die Grundstücksfläche 900 Quadratmeter bei einer Wohnfläche von 150 Quadratmetern und einem Baujahr von 1980. Weitere Preisanstiege sind bei Reihenhäusern und Doppelhaushälften wie auch bei Mehrfamilienhäusern zu verzeichnen. Der Preis von Eigentumswohnungen ist ebenfalls gestiegen, von 1070 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2018 auf aktuell 1160 Euro pro Quadratmeter (Neubau).

Bei Wohnbaugrundstücken sind die Preise in den ländlichen Bereichen des Landkreises leicht gestiegen. In den Mittelzentren und übrigen Gebieten sind überwiegend keine wesentlichen Änderungen festzustellen. Einen großen Anteil am Grundstücksmarkt beanspruchen landwirtschaftliche Flächen. Hier ist anhand der Kaufverträge ein leichter Anstieg für Acker- und Grünlandflächen zu verzeichnen, der durchschnittlich für den gesamten Landkreis bei drei Prozent bis fünf Prozent liegt. Aus diesen Kauffällen unbebauter Grundstücke werden Bodenrichtwerte abgeleitet, die im Internet unter www.boris.hessen.de gebührenfrei für jedermann einsehbar sind.

Die COVID-19-Pandemie wirkt sich derzeit auf alle Lebensbereiche aus und kann zu Veränderungen auf dem Grundstücksmarkt führen. Diese Auswirkungen seien derzeit aber noch nicht absehbar, teilt der Gutachterausschuss mit. Sie würden sich erst in den nächsten Monaten zeigen.

Realistische Preise ermitteln

Die Ergebnisse der Auswertungen fließen in den Immobilien-Preis-Kalkulator ein, der für Standardobjekte Durchschnittspreise errechnet und in den Mietpreiskalkulator, anhand dessen Wohnraummieten ermittelt werden können. Beide stehen kostenpflichtig unter www.gutachterausschuss.hessen.de zur Verfügung. Der Immobilienmarktbericht ist bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses, Tel. 05631/978-4300, E-Mail gs-gaa-afb-kb@hvbg.de, für 75 Euro digital erhältlich.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare