Rasche Lösung ist aber in Sicht

Probleme bei Digital-Impfpass: Datenleck stoppt Ausgabe in Apotheken

Digitaler Corona-Impfpass: Nachdem eine Sicherheitslücke gefunden worden war, wurde die Ausgabe in den Apotheken vorerst gestoppt.
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Digitaler Corona-Impfpass: Nachdem eine Sicherheitslücke gefunden worden war, wurde die Ausgabe in den Apotheken vorerst gestoppt.

Der digitale Impfausweis bietet gerade in der Ferienzeit die Möglichkeit, in Urlaubsgebieten seinen kompletten Corona-Impfschutz bequem über die App nachzuweisen.

Seit vergangener Woche ist die Ausstellung dieses Dokuments allerdings in den Apotheken nicht möglich – wegen einer Sicherheitslücke hatte der Deutsche Apothekerverband (DAV) die Ausstellung des digitalen Impfnachweises kurzerhand gestoppt.

Auch am Montag, 26. Juli, war das Problem bis Redaktionsschluss noch nicht behoben, wie unsere Zeitung im Gespräch mit dem DAV und einer heimischen Apotheke erfuhr.

„Wir kommen derzeit leider nicht auf die entsprechende Seite des Servers, um für unsere Kunden den digitalen Impfnachweis auszustellen“, sagte am Montag Heinz-Dieter Helfer, Inhaber der Bären-Apotheke in Korbach. „Gleichzeitig erhalten wir aber immer noch Nachfragen von vollständig Geimpften, die gerne mit dem digitalen Impfnachweis in den Urlaub fahren und sich diesen bei uns ausstellen lassen wollen“, sagt der Apotheker. Er hoffe, dass dies zeitnah wieder möglich ist.

Auch wenn „Computer-Bild“ am Montag bereits berichtete, dass es den digitalen Impfnachweis „ab sofort auch wieder in den Apotheken in Deutschland gibt“, sagte DAV-Sprecher Christian Splett auf Anfrage unserer Zeitung gestern: „Eine bundesweite Entwarnung können wir leider noch nicht geben. Wir arbeiten mit Hochdruck an dem Problem und daran, dass die Ausstellung des digitalen Impfnachweises ab dieser Woche auch in den Apotheken wieder möglich ist.“

Neben den Apotheken stellen in Deutschland auch Ärzte den digitalen Impfnachweis aus. Karl Roth von der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen sagte auf Anfrage, dass laut geltender Impfverordnung Personen auch in einer Arztpraxis einen digitalen Impfnachweis erhalten, in der sie nicht geimpft wurden. Er rät dazu, im Vorfeld in Praxen nachzufragen.

„Personen, die in einem der hessischen Impfzentren ihre komplette Immunisierung erhalten haben, bekommen den digitalen Impfnachweis auf Wunsch mittlerweile direkt vor Ort ausgestellt“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Montag gegenüber unserer Zeitung.

Karl Roth weist zudem darauf hin, dass der digitale Impfnachweis „kein Muss ist“. Das Impfbuch reiche zusammen mit dem Personalausweis aus, um seinen kompletten Impfschutz nachzuweisen.

Zertifikate über Schein-Apotheke ausgestellt

Ab Mittwoch, 21. Juli, war der Zugang für Apotheken auf das Portal des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) gesperrt, nachdem zwei Sicherheitsforscher eine Sicherheitslücke gefunden hatten. Ihnen war es gelungen, über einen Gastzugang mithilfe gefälschter Dokumente eine Schein-Apotheke zu registrieren, die daraufhin zwei Impfzertifikate ausstellte. Anschließend informierten die Experten den DAV darüber, der das System erst einmal komplett abstellte. 

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