Wasserbehörde bleibt nach Ölunfall im Einsatz

„Relativ glimpflich ausgegangen“

Diemelsee - „Nach der ersten Einschätzung ist der Ölunfall in Deisfeld relativ glimpflich ausgegangen“, erklärte Dr. Hartmut Wecker vom Landkreis auf WLZ-FZ-Nachfrage.

Samstagnacht hatte der Bewohner eines landwirtschaftlichen Betriebs in Deisfeld fast 3000 Liter Heizöl auslaufen lassen (wir berichteten). Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Polizei und Wasserbehörde hatten schnell reagiert: Um den Diemelsee zu schützen, waren Ölsperren eingerichtet worden. „Wegen des schnellen Einsatzes wurden schlimmere Schäden in Wasser und Boden verhindert“, so Wecker. Im Haus seien einige Ölflecken erkennbar. Von einem Abriss, über den spekuliert wurde, könne aber keine Rede sein. „Wenn die Schäden beseitigt sind, wird der Sanierungsbedarf geprüft“, erklärt Wecker. Auf seinem Weg Richtung Wasser sei das Öl außerdem nicht tief in den Boden gelangt, sondern wohl an der Oberfläche geblieben. Nach dem vollständigen Abpumpen soll auch der Boden auf den Restschadstoffgehalt überprüft werden, um dann zu entscheiden, wie es weitergeht.Das gilt auch für die Diemel, in der Ölsperren weiterhin verhindern, dass sich das Heizöl Richtung Diemelsee ausbreitet. „Erst wenn kein Öl mehr sichtbar ist, werden die Ölsperren abgebaut“, erklärte Wecker. Das könne einige Tage, aber eben auch einige Wochen dauern. Die Entscheidung treffe schließlich die zuständige Wasserbehörde. „Um die endgültigen Folgen für die Natur beurteilen zu können“, so Wecker, „müssen die Beschädigungen erst mal komplett beseitigt sein.“

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