70 Jahre Luftbrücke

„Rosinenbomber“ überfliegen Waldeck-Frankenberg

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Ein "Rosinenbomber" vom Typ Douglas DC-3 Dakota am Himmel über Berlin

Waldeck-Frankenberg – Zum Luftbrücken-Jubiläum haben am Donnerstagvormittag knapp 20 „Rosinenbomber“ den Landkreis Waldeck-Frankenberg überflogen - und sorgte dabei für Aufsehen in der Bevölkerung.

Die Propellerflugzeuge vom Typ DC-3 hatten an einer Veranstaltung der US-Streitkräfte und der Bundeswehr auf dem ehemaligen Luftbrücken-Flughafen Wiesbaden-Erbenheim teilgenommen und waren auf dem Weg Richtung Faßberg in Niedersachsen, um von dort später auch Nordholz und das schleswig-holsteinische Jagel anzusteuern. 

Am Samstag und Sonntag wollen die „Rosinenbomber“ Berlin überfliegen. Etliche Waldeck-Frankenberger beobachteten am Donnerstag, wie die Flugzeuge den Landkreis von Süden nach Norden überquerten, unter anderem über Allendorf/Eder, Goddelsheim und Korbach und schließlich in Richtung Marsberg-Canstein.

Die Aktion erinnert an die Luftbrücke vor 70 Jahren: Bei mehr als 270 000 Flüge warfen Briten und Amerikaner für die damals gut zwei Millionen Einwohner West-Berlins Hilfsgüter ab. Die abgeworfenen Päckchen enthielten meistens Schokolade und Kaugummi und vermutlich auch Rosinen - darauf nimmt der Name Bezug. 

Während der Luftbrücke, die vom Juni 1948 bis in den Mai 1949 aufrechterhalten wurde, diente übrigens Fritzlar als Funkfeuer und als Notlandeplatz für die aus den großen amerikanischen Luftstützpunkten in Wiesbaden (Wiesbaden Air Base) und Frankfurt am Main (Rhein-Main Air Base) fliegenden Rosinenbomber.

Fotos: Rosinenbomber über Waldeck-Frankenberg

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