Eder-Kooperation

Appell an Freizeitsportler und Landwirte: Rücksicht auf Radwegen nehmen

Auf Rad- und Wirtschaftswegen treffen immer wieder Radfahrer und Landwirte aufeinander, wie auf diesem Symbolfoto. Die Eder-Kooperation ruft deshalb zu Rücksichtnahme auf, um Unfälle und Konflikte zu vermeiden.
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Auf Rad- und Wirtschaftswegen treffen immer wieder Radfahrer und Landwirte aufeinander, wie auf diesem Symbolfoto. Die Eder-Kooperation ruft deshalb zu Rücksichtnahme auf, um Unfälle und Konflikte zu vermeiden.

Die Tourismus-Gesellschaften und Kommunen der Eder-Kooperation rufen Radfahrer, Spaziergänger und Landwirte zu mehr Rücksichtnahme auf Rad- und Wirtschaftswegen auf. Der Sommer sei derzeit sowohl Hochsaison für Radfahrer als auch für die Landwirtschaft.

Und da wegen der Corona-Pandemie derzeit viele Veranstaltungen und Vereinsaktivitäten ausfallen, verbringen viele Menschen ihre Freizeit auf dem Rad, wie die vergangenen Wochen gezeigt haben.

Der 171 Kilometer lange Eder-Radweg und viele andere Radwege verlaufen zu großen Teilen auf Wirtschaftswegen, die auch von Landwirten genutzt werden, um auf ihre Flächen zu gelangen, schreibt die Eder-Kooperation in ihrer Pressemitteilung. Besonders bei gutem Wetter an den Wochenenden würden die Feldwege von vielen Traktoren mit landwirtschaftlichen Maschinen befahren. „Aber an diesen Tagen sind eben auch viele Radler unterwegs und bei entsprechenden Temperaturen gesellen sich in Feld und Flur noch Spaziergänger, Hundebesitzer, Inlineskater, Jogger und Reiter dazu.“

Oftmals führe das Aufeinandertreffen zu Unverständnis und Konflikten. Gerade in jüngster Zeit seien der Eder-Kooperation vermehrt Beschwerden zu Gehör gekommen. Die Mitglieder der Eder-Kooperation möchten daher für gegenseitige Rücksichtnahme und Verständnis werben, um Konflikte zu vermeiden. „Kein Weg gehört uns allein“, sagt Gabriele Garthe vom Touristik-Service Waldeck-Ederbergland.

„Oftmals ist es für die Radfahrer einfacher, an den Rand des Weges zu fahren und die Traktoren mit ihren landwirtschaftlichen Geräten vorbeizulassen“, meint Julia Schüssler von der Gemeinde Edermünde und bittet „um entsprechendes Verständnis und Verhalten, denn die Landwirte nutzen die Wege, um ihrer täglichen Arbeit nachzukommen und unsere Nahrungsmittel zu produzieren“.

Auch ohne landwirtschaftlichen Verkehr gelte, dass von Freizeitsportlern nie die gesamte Wegebreite beansprucht werden sollte, wenn sie als Gruppe zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs seien. „Wenn alle ein wenig Raum lassen, kommen Radfahrer, Skater, Jogger und Spaziergänger problemlos aneinander vorbei“, heißt es in der Pressemitteilung. Und nicht nur in Corona-Zeiten sollten Fahrradfahrer, vor allem beim Überholen, einen entsprechenden Abstand zu anderen Verkehrsteilnehmern einhalten.

Hintergrund: Das sind die Mitglieder der Eder-Kooperation

Zur Eder-Kooperation gehören: Landkreis Siegen-Wittgenstein, Landkreis Waldeck-Frankenberg, Touristik-Service Waldeck-Ederbergland, Ederbergland-Touristik, Edersee-Touristic, Gemeinde Erndtebrück, Stadt Bad Berleburg, Stadt Hatzfeld, Stadt Battenberg, Gemeinde Allendorf/Eder, Gemeinde Burgwald, Stadt Frankenberg, Gemeinde Vöhl, Gemeinde Edertal, Stadt Bad Wildungen, Stadt Fritzlar, Gemeinde Wabern, Stadt Felsberg, Gemeinde Edermünde.

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