Betriebe sind am Limit

Salons öffnen am Montag wieder: Neue Perspektive für Waldeck-Frankenberger Friseure

Alles wird geputzt: Das Sachsenberger Friseurmeister-Ehepaar Uwe und Elke Weidner freut sich, wie viele andere Friseure auch, auf die Wiedereröffnung ihres Salons in der kommenden Woche.
+
Alles wird geputzt: Das Sachsenberger Friseurmeister-Ehepaar Uwe und Elke Weidner freut sich, wie viele andere Friseure auch, auf die Wiedereröffnung ihres Salons in der kommenden Woche.

Die Friseure in Waldeck-Frankenberg bereiten sich auf einen Ansturm ab kommenden Montag vor. Dann dürfen sie nach zehnwöchiger, coronabedingter Schließung wieder ihre Salons öffnen.

Waldeck-Frankenberg – Gleich nachdem Bundeskanzlerin und Regierungschefs am 10. Februar die Wiederöffnung für den 1. März beschlossen hatten, füllten sich die Terminkalender in den Salons. Kunden riefen an, um sich schnellstmöglich die Haare schneiden zu lassen.

Während es bei den Kunden nur um die Frisur geht, steht bei vielen der über 60 Friseursalons im Landkreis die Existenz auf dem Spiel. „Die Entscheidung für die Öffnung gibt einer bedeutenden Handwerksbranche wieder eine Zukunftsperspektive und verhindert einen massiven Verlust von Arbeitsplätzen“, beschreibt die Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg die Situation. „Die Rücklagen der meist kleinen Betriebe sind vielfach aufgebraucht und die staatlichen Hilfen sind – wenn sie überhaupt in Anspruch genommen werden können – mehrheitlich noch immer nicht ausgezahlt.“

„Die Friseursalons können ihre Dienstleistungen professionell unter Einhaltung der Hygienekonzepte erbringen, sie haben gut geschulte Mitarbeiter und können eine lückenlose Kontaktverfolgung gewährleisten“, hebt der Obermeister der Friseur-Innung Waldeck-Frankenberg, Henrik Westmeier, hervor. Die Öffnung verhindere zudem eine Zunahme der Schwarzarbeit und reduziere die Gefahr, dass beim Haareschneiden in Hinterzimmern, Kellerräumen oder Privatwohnungen das Infektionsgeschehen wieder unkontrolliert ansteige.

Kreishandwerksmeister Ulrich Mütze zeigte sich erfreut darüber, dass nach der neuen hessischen Corona-Verordnung auch andere Körperpflegebetriebe zumindest medizinisch oder hygienisch notwendige Behandlungen durchführen dürfen.

Wie groß die Sehnsucht vieler Kunden nach einem neuen Haarschnitt ist, zeigt laut dpa ein Blick in die Regale der Drogeriemärkte, wo die Nachfrage nach Haarscheren in den vergangenen Wochen enorm gestiegen sei.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare