Wintereinbruch

Schnee in Waldeck-Frankenberg am Montag - Ticker mit aktuellen Informationen

Schneeräumen im Schneetreiben auf der Schlossstraße Bad Arolsen.
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Schneeräumen im Schneetreiben auf der Schlossstraße Bad Arolsen.

Es schneit weiter in Waldeck-Frankenberg. Und damit bleiben auch die Probleme. Anders als am Sonntag müssen viele Menschen heute aber zur Arbeit und einkaufen. Wir berichten für Sie hier aktuell.

  • Bis auf Weiteres kein Busverkehr in Waldeck-Frankenberg, auch die Bahn fährt nicht.
  • Die Winterdienste sind seit Stunden unterwegs und räumen die Straßen.
  • Es soll noch stundenlang weiter schneien.

Der Winterdienst ist seit dem frühen Morgen mit voller Stärke im Landkreis Waldeck-Frankenberg unterwegs, um die wichtigsten Straßen von Schnee und Eis zu befreien. Das hat nach ersten Beobachtungen vielerorts zwar leidlich funktioniert, es reicht aber längst nicht für genug Normalität: Alle Linienbusse fahren auch heute zunächst nicht. Hier tickern wir aktuell:

(Klicken zum Aktualisieren)

17.19 Uhr: Der Wetterbericht erwartet für Dienstag, 09.02.2021, in Waldeck-Frankenberg nur wenig Schnee. Dafür wird es knackig kalt mit Temperaturen zwischen -15 und -11 Grad.

15.25 Uhr: Einige Schulen in Waldeck-Frankenberg haben sich dafür entschieden, aufgrund der Wetterverhältnisse den ohnehin durch die Corona-Pandemie in den nächsten Tagen eingeschränkten Unterricht vor Ort einzustellen. Der Landkreis informiert auf seiner Internetseite, welche Schulen betroffen sind.

15.21 Uhr: Am frühen Montagnachmittag sind laut Hessen-Mobil-Sprecher Marco Lingemann alle Bundes-, Landes-, und Kreisstraßen in Waldeck-Frankenberg wieder befahrbar. Er wies in diesem Zusammenhang aber auch darauf hin, dass eine angepasste Geschwindigkeit und die entsprechende Winter-Ausstattung notwendig seien, um bei solch einer Wetterlage sicher über die Straßen zu kommen.

14.13 Uhr: Hundertprozentige Zufriedenheit kriegt man da nicht rein“, betonte Rosenthals Bürgermeister Hans Waßmuth, als unsere Zeitung ihn auf das Thema Schneeräumen in seiner Kommune angesprochen hat. Die Bauhof-Mitarbeiter seien pausenlos im Einsatz, trotzdem gebe es einige Anrufe von Bürgern, die nachfragten, warum denn erst „so spät“ geräumt werde. Waßmuth bittet insoweit um Verständnis, dass man nicht überall sofort sein könne. Aufgrund der Schneemassen und der niedrigen Temperaturen wirke das Salz auch nicht optimal. „Dafür ist es vermutlich zu kalt“, sagt er. Probleme beim Schnee schnieben gebe es auch immer wieder wegen parkender Autos, die die Räumfahrzeuge behinderten. „Hoffentlich kommt das Müllauto am Dienstag durch“, sagte er. Waßmuth schätzt, dass in Rosenthal zirka 10 bis 15 Zentimeter Schnee liegen. „Die Kinder freuen sich darüber.“ 

Marpe-Bau schiebt Schnee im Auftrag von Hessen-Mobil.

13.44 Uhr: Das Tief „Tristan“ hält auch die Schulen in Atem und bringt starken Schneefall, glatte Straßen und eisige Temperaturen. Die Gesamtschule Edertal hat beschlossen, dass alle Jahrgänge in dieser Woche ausschließlich Distanzunterricht erhalten.

13.38 Uhr: Die Post hat entschieden, am Montag die Brief- und Paketzustellung komplett einzustellen, teilt Pressesprecher Thomas Kutsch mit. „Heute wird kein Postbote rausgehen. Das oberste Prinzip lautet: Sicherheit hat Vorrang“, erklärt er. Angesichts nicht passierbarer Autobahnen funktioniere die Zustellung nicht, für das Briefaufkommen ist der Montag ohnehin der schwächste Tag der Woche. Wie das Wetter sich entwickelt, ist kaum zu sagen. Aber bislang lautet der Plan, Dienstag wieder Post auszutragen.

12.32 Uhr: „Wir haben die Lage im Griff“, erklärt Jürgen Querl, Willinger Bauhofs-Leiter und Gemeindebrandinspektor. Angesichts des anhaltenden Schneefalls sei es derweil mit einer Fahrt zum Räumen nicht getan, es würden eher drei. Die bei schlechten Bedingungen gelegentlich gesperrte Straße zwischen Rattlar und Usseln ist bislang noch offen. Aus Sicht der Feuerwehr gebe es wenig zu berichten: einmal Blechschaden in der Usselner Kirchenkurve, und einige Autos im Straßengraben – nicht zu vergleichen mit dem Wetter-Chaos etwa im Ruhrgebiet. Da gebe es in der Gemeinde mehr Erfahrung: „Wir im Upland können mit dem Winter umgehen.“

11.30 Uhr: Wegen der Wetterlage schließen Geschäfte teilweise früher: Edeka Heumann in Diemelsee-Adorf informiert beispielsweise auf der Facebook-Seite, dass bedingt durch die aktuelle Wetterlage der Getränkemarkt bereits um 13 Uhr und der Hauptmarkt um 14 schließt.

11.20 Uhr: Die vier Straßenmeistereien von Hessen Mobil in Korbach, Bad Wildungen, Frankenberg und Bad Arolsen sind seit Samstagmittag in erhöhter Alarmbereitschaft, um die Bundes-, Landes-, und Kreisstraßen von Eis und Schnee zu befreien.

Ein Lastwagen im Schnee bei Volkmarsen.

Hessen-Mobil-Sprecher Marco Lingemann sagte auf Anfrage unserer Zeitung, dass die rund 50 Mitarbeiter seit Samstagnachmittag rund um die Uhr in Waldeck-Frankenberg im Einsatz seien. Gearbeitet werde im Schichtbetrieb. Ein Mitarbeiter fahre das Räumfahrzeug, der andere koordiniere den Einsatz in der jeweiligen Straßenmeisterei. Dieser werte Wetterdaten aus, stehe im Kontakt mit der Polizei sowie den Räumfahrzeugen und plane die Routen. „Pro Straßenmeisterei sind bis zu sechs Räumfahrzeuge im Dauereinsatz unterwegs, also rund 24 im gesamten Landkreis“, berichtet Lingemann. Es gebe feste Routen, geräumt werde aber auch vorrangig vor medizinischen und pflegerischen Einrichtungen.

„Natürlich bleiben bei solch einem starken Wintereinbruch die Straßen nicht lange schneefrei, weil es einfach auch zu heftig schneit. Aber die Mitarbeiter tun alles, was in ihrer Macht steht. Wenn der Schneefall geringer wird, wird die Lage auf den Straßen auch wieder entspannter“, sagt Lingemann zu dem Hinweis unserer Zeitung, dass in den vergangenen Stunden auch Menschen in Sozialen Netzwerken ihren Unmut über die aus ihrer Sicht unzureichenden Räumungsarbeiten des Winterdienstes geäußert hatten.

11.00 Uhr: Wann sich die Lage im Bus- und Bahnverkehr normalisiert, ist nicht abzusehen. Daher empfiehlt der NVV, sich in den nächsten Tagen über aktuelle Situation zu informieren. Sämtliche Infos bietet die NVV-App, das gebührenfreie NVV-ServiceTelefon unter 0800-939-0800 oder www.nvv.de .

Fotos: Winter in Waldeck-Frankenberg

Der Korbacher Urzeitdackel aus Schnee.
Nicole Pairan mit Vienna
Winter im Waldecker Land.
Winter im Waldecker Land.
Fotos: Winter in Waldeck-Frankenberg

10.40 Uhr: Wenig los war am Sonntag und Montagvormittag auf den Straßen in Waldeck-Frankenberg. Wer nicht auf Fahrten angewiesen war, ließ sein Fahrzeug stehen. „Trotz der schwierigen Straßenverhältnisse blieb es verhältnismäßig ruhig“, sagte Dirk Richter, Sprecher der Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg. Insgesamt habe es bis zum späteren Montagvormittag wenige Unfälle aufgrund von Schnee- und Eisglätte gegeben. So kam am Sonntagnachmittag gegen 17 Uhr ein BMW auf der Landesstraße zwischen Ernsthausen und Roda wegen Glätte von der Fahrbahn ab. „Der Mann war allerdings auch alkoholisiert“, berichtete Dirk Richter. Gegen 21.10 Uhr sei es dann in Bad Wildungen auf der Marburger Straße in Richtung Braunau zu einem Alleinunfall gekommen. Ein Mazda kam von der glatten Straße ab und prallte gegen eine Leitplanke.

Am Montagmorgen um 4.45 Uhr stießen laut Polizei zudem zwei Autos in Usseln zusammen, weil eines der Fahrzeuge auf der Hochsauerlandstraße ins Rutschen gekommen war. In Gemünden/Wohra kam es eine Stunde später zu einem Glätte-Alleinunfall auf der Landesstraße 3073. Ein Auto kam von der Fahrbahn ab und rutschte in den Graben.

Bei allen Unfällen wurde nach Auskunft der Polizei niemand verletzt, an den jeweiligen Fahrzeugen entstand Sachschaden. Allem die trotz des Wetters auf den Straßen unterwegs waren, sind laut Polizei sehr vorsichtig gefahren. Natürlich gab es Verkehrsbehinderungen, weil sich vereinzelt Autos oder Lastwagen festfuhren und es generell schwierig war, auf den schneeglatten Fahrbahnen zu fahren.

9.00 Uhr: Im Landkreis Waldeck-Frankenberg ist der komplette Bus- und Bahnverkehr wegen Eis und Schnee zum Erliegen gekommen. Aktuell ist nicht absehbar, wann welche Strecken wieder freigegeben werden. „Das entscheiden die Verkehrsunternehmen und die Deutsche Bahn als Betreiber der jeweiligen Strecken.“, sagte Sabine Herms, Pressesprecherin beim Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) auf Anfrage unserer Zeitung. Angesichts der Wetterlage sei aber davon auszugehen, dass sich im Laufe des Montags nicht mehr all zu viel tue.

Grund für die Sperrung der Zug- und Bahnstrecken seien vereiste und zugewehte Weichen sowie Gleise. „In Richtung Süden kommt nun auch verstärkt Regen hinzu, was bei dieser kalten Witterung für vereiste Oberleitungen führt. Außerdem ist es derzeit auch für einige Zugbegleiter, Lokführer und Busfahrer wegen der Wetterlage nicht möglich, zu ihrem Einsatzort zu kommen“, berichtet Herms.

8.00 Uhr: Aufgrund der außergewöhnlichen Wetterbedingungen waren in wenigen Teilbezirken des Verbreitungsgebietes Ihrer Waldeckischen Landeszeitung Verzögerungen leider nicht zu vermeiden. Wir versichern Ihnen, dass wir vorsorglich alles für eine pünktliche Zustellung organisiert haben. Wegen Eis, Schnee, Wind und tiefen Temperaturen konnten unsere engagierten Zustellerinnen und Zusteller dies leider nicht in jedem Fall sicherstellen. Wir bitten höflich um Ihr Verständnis. Falls Sie Ihre Zeitung nicht erhalten haben, können Sie die aktuelle Ausgabe auch im E-Paper lesen. Bei Fragen kontaktieren Sie unseren Leserservice.

7.00 Uhr: Bereits am Samstag und Sonntag waren die Räumfahrzeuge im Dauereinsatz. Auch erste Unfälle gab es: Zu einem Alleinunfall mit Blechschaden bei Dehringhausen hat der starke Schneefall am Samstagabend geführt.

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