Waldeck-Frankenberg

„Schneefrei“ ist Vergangenheit

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- Waldeck-Frankenberg (jk) Strenge Winter sorgten voriges Jahr bei Schülern wiederholt für Jubel: Der Landrat verordnete „Schneefrei“. Künftig wird es das nur geben bei Gefahr für Leib und Leben. Selbst wenn die Busse nicht fahren, werden die Schulen geöffnet sein.

In Notfällen muss der Landrat auch mal unkonventionell entscheiden. Dr. Reinhard Kubat hat das voriges Jahr auch bei Wetterkapriolen beherzigt: Er verordnete Schulfrei wegen Schnee und Eis. Am 4. Februar war beispielsweise Schlittenfahren für die Schüler angesagt, am 16. Dezember läutete Kubat die Weihnachtsferien in Waldeck-Frankenberg einen Tag früher ein.

Während sich die Schüler freuten, gab es ebenso Kritik: Berufstätige Eltern kamen morgens in die Bredouille, manche Lehrer beklagten zu späte Information, wenn erst spät am Vorabend die Entscheidung fiel. An anderen Schulen hätten sich Pädagogen angesichts der Schneemassen weitere schulfreie Tage gewünscht, weil sie vor halbleeren Klassen saßen. Bus fällt aus, nicht Schule

„Nach den winterlichen Kapriolen haben wir uns noch mal Gedanken gemacht, unter welchen Bedingungen die Schule künftig ausfallen kann“, erklärte Kubat – und stellte die neue Planung vor. Das Konzept ist abgestimmt mit dem Staatlichen Schulamt (Fritzlar), Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) bis hin zu den Straßenmeistereien.EWF sorgt im Auftrag des Landkreises für die Schulbusse in Waldeck-Frankenberg.

Das Ergebnis: „Schneefrei“ wird es künftig nur noch in extremsten Fällen geben. Das gilt etwa, wenn Einsturzgefahr durch Schneelasten auf Schuldächern besteht, erläutert Friedhelm Pfuhl. Er ist Fachdienstleiter beim Kreis für die Schulen. Bei Schneemassen und Eisglätte auf den Straßen kann der Landkreis zwar weiterhin die „Schülerbeförderung“ aussetzen per Bus und Bahn. Doch die Schulen bleiben in solchen Fällen geöffnet, erklärt Rainer Walenzik, stellvertretender Chef des Staatlichen Schulamts. Diese Lösung sei gemeinsam mit Waldeck-Frankenberg und dem Schwalm-Eder-Kreis erarbeitet worden.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Mittwoch, 23. Februar

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