Breitbandversorgung mit Glasfaser ist ab 2019 geplant

Schnelles Internet soll auch in alle Schulen

Waldeck-Frankenberg. Die 70 Schulen in Waldeck-Frankenberg – dazu gehören neben den weiterführenden Schulen auch die Grundschulen – sollen ab 2019 an das Glasfasernetz angeschlossen werden.

Sie erhalten damit die Möglichkeit für schnelles Internet und sind damit ebenfalls Bestandteil des derzeit laufenden Millionenprojektes zur verbesserten Breitbandversorgung im Landkreis.

„Bisher ist noch keine Schule an Glasfaser angeschlossen. Das soll sich in Zukunft ändern“, sagte Landrat Dr. Reinhard Kubat (SPD) bei der jüngsten Sitzung des Kreistages. Er beantwortete damit eine Anfrage der Kreistagsabgeordneten Claudia Ravensburg (CDU).

Der Landkreis wird sich laut Kubat über die Breitband Nordhessen GmbH gemeinsam mit den Mitgesellschaftern um Fördermittel des Bundes und Landes bewerben, sobald neue Förderanträge zu diesem Zweck gestellt werden können. „Hier warten wir auf das Signal der Bundesregierung. Geplant ist aber, dass die Anträge noch dieses Jahr gestellt werden, damit dann im nächsten Jahr mit dem Glasfaser-Ausbau an den Schulen begonnen werden kann“, so Kubat.

Die Breitband Nordhessen GmbH habe schon alle Vorarbeiten geleistet, um für die 70 Schulen einen Förderantrag für Glasfaser bis zum Haus stellen zu können. „Ich habe zudem hausintern eine Arbeitsgruppe beauftragt, die die haushaltsrechtlichen und konzeptionellen Voraussetzungen zur Umsetzung dieser Aufgabe schafft“, sagte der Landrat.

Burkhard Wilm, Fachbereichsleiter Naturwissenschaften bei der Alten Landesschule in Korbach, sagte auf Anfrage unserer Zeitung, dass die Ausstattung der Schulen mit Glasfaser überfällig sei. „Die vorherige Bildungsministerin Johanna Wanka hatte damals bereits fünf Milliarden Euro für den Ausbau der digitalen Bildung versprochen. Getan hatte sich danach nichts oder nur wenig.“ 

Breitbandausbau in Nordhessen: Das steckt dahinter

Das komplette Glasfasernetz in Waldeck-Frankenberg wird mit 500 Kilometern so lang wie das Kreisstraßennetz. Möglich wurde das Bauprogramm durch den Zusammenschluss und der engen Kooperation der Landkreise Waldeck-Frankenberg, Schwalm-Eder, Hersfeld-Rotenburg, Kassel und Werra-Meißner bei diesem Mammutprojekt. Die Landkreise gründeten im Jahr 2014 auch die Breitband Nordhessen GmbH, die die Abwicklung und den Ausbau der Glasfaservernetzung auf 2000 Kilometern Länge in 570 Orten in Nordhessen vorantreibt. Die Gesamtkosten des Breitbandausbaus liegen bei rund 143 Millionen Euro. 

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