Betrüger versuchen es mit ihrer Masche am Donnerstag zehnmal in Bad Arolsen

Schockanruf-Welle abgewehrt

Bad Arolsen - Wie zu erwarten war, hat es am Donnerstag im Landkreis weitere sogenannte Schockanrufe gegeben. Eine Reihe solcher Anrufe hielt Bürger und Polizei in Bad Arolsen den ganzen Tag in Atem.

Der erste Betrugsversuch, der der Polizei gemeldet wurde, ereignete sich gegen 8 Uhr. In bekannter Manier meldete sich ein Mann in akzentfreier russischen Sprache. Der unbekannte Anrufer gab sich als Anwalt aus und konfrontierte einen 44-jährigen Bad Arolser mit einem vermeintlichen Unglücksfall, der seiner Tochter in Korbach widerfahren sei. Für die dringend notwendige Operation seien sofort 20 000 Euro nötig.

Insgesamt zehn solcher Anrufe mit gleichgelagerten Geschichten wurden der Polizei in Bad Arolsen im Laufe des Donnerstags gemeldet. In allen Fällen kam es zu keiner Zahlung, da alle Angerufenen richtig reagierten, das Gespräch beendeten und stattdessen die Polizei benachrichtigten.

Die Ermittler rechnen aber damit, dass die unbekannten Täter auch weiterhin ihre betrügerischen Anrufe fortsetzen werden. Sie versetzen ihre Opfer in Angst und Schrecken, um sie zur Zahlung großer Geldsummen zu bewegen. Der letzte Vorfall dieser Art ereignete sich am Dienstag in Frankenberg, wo die Betruger von einem Mann einen fünfstelligen Betrag ergaunert haben.

Hier sei auch Nachbarschaftshilfe wertvoll. Wer russisch sprechende Nachbarn, Kollegen oder Bekannte kennt, sollte sie auf diese Masche ansprechen, damit die Anrufe der Betrüger scheitern.

Wr einen solvhen Anruf erhält, dem rät die Polizei folgendes:

- Gehen Sie nicht auf Forderungen ein, prägen Sie sich jedoch Stimme und sprachliche Besonderheiten ein.

- Notieren Sie die Telefonnummer, wenn sie auf dem Display angezeigt wird

- Wenn Sie zu einem Rückruf aufgefordert werden, rufen Sie nicht zurück, aber notieren Sie sich die Ihnen genannte Nummer.

- Bei Kontakt zu Personen, prägen Sie sich Personenbeschreibung, genutzte Fahrzeuge und Kennzeichen ein.

- Wenden Sie sich umgehend an Ihre nächste Polizeidienststelle.

Hinweise, Meldungen weiterer Anrufe oder Beobachtungen bitte an die Kriminalpolizei in Korbach, Tel. 05631-971-0, an die Polizeistation Bad Arolsen, Tel. 05691-9799-0 oder an jede andere Dienststelle.

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