Waldeck-Frankenberg

"So schön wie der Oscar aus Hollywood“

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- (da). Der Landkreis Waldeck-Frankenberg soll als Wirtschaftsstandort überregional bekannter werden: Das erhofft sich Siegfried Franke von der Auszeichnung.

„Wir haben unsere Leistung bundesweit dargestellt und auch Anerkennung gefunden – das ist für mich das Erreichen eines Ziels.“ Wirtschaftsförderer Siegfried Franke sieht den „großen Preis des Mittelstands“ vor allem als Werbung an. „Es müssen die anderen wissen, wie gut wir in Wal­deck-Frankenberg sind“, sagt er. „Wir haben tolle Firmen und tolle Angebote.“

Der Mittelstands-Oscar wird seit 1994 vergeben. Im Mittelpunkt stehen Firmen, die über Jahre hinweg eine positive Entwicklung aufweisen. Sie können sich über verschiedene Ebenen qualifizieren. Preisträger im Frankenberger Land waren in der Vergangenheit das Autohaus Beil, die Firma Habö und das Unternehmen FingerHaus.

Doch nicht nur Betriebe erhalten die Auszeichnung, mit Sonderpreisen werden auch Kommunen und Banken geehrt – die Wirtschaftsförderung ist in der Kategorie „Kommune des Jahres 2011“ ausgezeichnet worden.Am Samstag hat Franke gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Kai Schotte und Sekretärin Renate Goebel die Figur im Kongresszentrum in Würzburg entgegengenommen. Kein anderer Wirtschaftspreis in Deutschland ist so anerkannt wie die von der Leipziger Oskar-Patzelt-Stiftung ausgelobte Auszeichnung. Zu den Finalisten gehörte in diesem Jahr die Bad Arolser Firma Franke (FZ berichtete).

Für Franke hat die Figur deshalb eine besondere Bedeutung und bekommt einen Ehrenplatz in der Geschäftsstelle der Wirtschaftsförderung. „Die Figur ist mindestens genauso schön wie der Oscar aus Hollywood.“ Dr. Peter Sacher, Leiter des IHK-Servicezentrums in Korbach, hatte die Wirtschaftsförderung zum ersten Mal im Jahr 2007 für den Preis vorgeschlagen – im dritten Anlauf klappte es mit dem ersten Platz in den Ländern Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Thüringen. Insgesamt wird die Auszeichnung in vier Regionen vergeben.

„Ich habe selten jemanden erlebt, der an Themen so dranbleibt, wenn er von etwas überzeugt ist“, sagte Sacher. „Er lässt andere von seinen Kontakten profitieren und bindet Ins­titutionen zum Wohl der Unternehmen ein.“ Dabei sei die Waldeck-Frankenberger Wirtschaftsförderung im Vergleich zu ähnlichen Büros in anderen Kreisen „relativ bescheiden“ ausgestattet. Franke machte deutlich, warum er sich engagiert: „Das macht Spaß und das kann ich nicht einfach nur als Job machen. So was muss ich leben.“

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