Waldeck-Frankenberg

EWF schreibt Beteiligung an Brunsbüttel ab

- Waldeck-Frankenberg. Die Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) will die Beteiligung an einem geplanten Kohlekraftwerk in Brunsbüttel als Verlust abschreiben.

Der heimische Energieversorger hat 850 000 Euro in die Planung der Anlage an der Elbe investiert, die nun vielleicht doch nicht gebaut wird (wir berichteten). Ein Verkauf der Anteile habe wenig Aussicht auf Erfolg, sagte Landrat Dr. Reinhard Kubat am Freitag im Kreistag: Die Anteilsscheine seien derzeit auf dem Markt „so attraktiv wie ein Weihnachtsbaum zu Ostern“. Einem Verkauf müsste außerdem die Südweststrom zustimmen, unter deren Dach sich etwa 60 kommunale Versorgungsunternehmen zusammengeschlossen haben, um das Kraftwerk zu bauen. Voraussetzung dafür sei wiederum, dass bereits ein Käufer für die Anteile gefunden sei, erklärte Kubat. Dadurch, dass die Investition abgeschrieben werde, demonstriere EWF, dass sie Abstand von dem umstrittenen Projekt nehme. Ende Januar werde der Aufsichtsrat über die Berichtigung des Buchwerts der Anlage entscheiden, so der Landrat. (lb)

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ am Samstag, 18. Dezember 2010.

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