Waldeck-Frankenberg

Schulen nicht noch weiter belasten

- Waldeck-Frankenberg (bs). In einem offenen Brief an Kultusministerin Dorothea Henzler haben sich die Personalräte des Staatlichen Schulamts Fritzlar gemeinsam gegen eine Schließung der Behörde ausgesprochen.

Seit Wochen wird über eine Zusammenlegung der 15 Schulämter in Hessen spekuliert. Eine vom Kultusministerium eingesetzte Kommission soll nach Informationen der Personalräte dafür derzeit Pläne erarbeiten. Sie könnten zur Folge haben, dass das Schulamt in Fritzlar, das für die Kreise Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder zuständig ist, geschlossen wird. Aus diesem Grund fordern der Gesamtpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (GPRLL) und der Personalrat beim Staatlichen Schulamt die Ministerin in dem Brief auf, klar Stellung zu beziehen und ihre Pläne für die künftige Struktur offenzulegen.

„Die momentane Phase der Unklarheit verunsichert alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Schulamtes stark und sorgt auch für Aufregung an den Schulen“, schildern die Personalratsvorsitzenden Jutta Hellwig (GPRLL) und Sigrid Müller die Situation.Zugleich appellieren sie an Henzler und die Parteien im Landtag, sich für den Erhalt der Behörde in Fritzlar einzusetzen, denn eine Schließung würde den Verlust von rund 60 Arbeits- und vier Ausbildungsplätzen in der Region bedeuten.

Die Schulen, die gerade den Weg zur „selbstständigen Schule“ beschritten hätten, benötigten bei dieser Entwicklung das Schulamt in der Region als Partner an ihrer Seite. Es könne nicht sein, so die Personalräte, dass durch eine Schließung der Behörde weitere Verwaltungsaufgaben in die Schulen verschoben würden, denn aufgrund der Verlagerung von Verantwortlichkeiten in der Vergangenheit sei der Verwaltungsaufwand vor Ort bereits deutlich gestiegen. Dies belaste die Arbeit in den Schulen.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Donnerstag, 7. April

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare