Schließungen im Landkreis sind vorerst nicht geplant

Schulentwicklungsplan: Mindestens eine Grundschule in jeder Kommune 

Waldeck-Frankenberg – Der Schulentwicklungsplan 2018 bis 2022 steht. Die wichtigste Aussage: Schulschließungen sind nicht geplant und in jeder der 22 Kommunen im Landkreis soll mindestens eine Grundschule erhalten bleiben.

Für einige Standorte werden jedoch Kooperationen von Grundschulen empfohlen.

Für 55 Schulen im Landkreis – die beiden Beruflichen Schulen sind nicht eingeschlossen – liefert der Entwicklungsplan zugleich eine Bestandsaufnahme und eine Prognose. Demnach, so steht es im 530 Seiten starken Bericht, stagnieren die Schülerzahlen in Waldeck-Frankenberg, nur stellenweise gebe es einen leichten Anstieg. Dies sei auf hinzugekommene ausländische Mitbürger zurückzuführen.

"Schwerpunkt auf Verbesserung der Bausubstanz"

Aufgrund der Entwicklung der Schülerzahlen gibt es gerade im Bereich der Grundschulen Kooperationsempfehlungen. Unter anderem wird zu einer Zusammenarbeit der Auenbergschule Odershausen mit der Grundschule Helenental und der Grundschule Breiter Hagen in Bad Wildungen geraten sowie zur Kooperation der Schule am Goldberg in Allendorf mit der Grundschule Bromskirchen.

Die weiterführenden Schulen, auch die Förderschulen, sollen weiterhin möglichst erhalten bleiben.

Baulich seien die Gebäude „in einem guten Zustand“, hält der Bericht fest. Auch künftig liege ein „Schwerpunkt auf der Verbesserung der Bausubstanz, insbesondere im Bereich der Einrichtung von Räumen für das Ganztagsangebot sowie auf Notwendigkeiten des baulichen Brandschutzes und der technischen Ausstattung“.

Schulsozialarbeit weiter ausbauen

„Die beste Botschaft ist: Es wird keine Schulschließungen geben“, sagte Günter Schmitt (SPD) in der Kreistagssitzung. Nun fehlten noch echte Ganztagsschulen, zudem müsse die Schulsozialarbeit weiter ausgebaut werden. „Für sämtliche Schulen gibt es eine gute Perspektive“, betonte auch Claudia Ravensburg (CDU).

Schulträger sind laut hessischer Gesetzgebung dazu verpflichtet, Schulentwicklungspläne aufzustellen, in denen unter anderem für jeden Schulstandort die Bildungsangebote ausgewiesen werden müssen. Der Kreistag hat dem aktuellen Schulentwicklungsplan zugestimmt, nun wird er noch dem hessischen Kultusministerium vorgelegt. Dort wird geprüft, ob die Pläne dem öffentlichen Bedürfnis und einer zweckmäßigen Schulorganisation entsprechen. 

Rubriklistenbild: © Renner

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