Land Hessen unterstützt Schulen im Landkreis

Schulsozialarbeit: 19 weitere Stellen in Waldeck-Frankenberg

Waldeck-Frankenberg. Die Schulsozialarbeit in Waldeck-Frankenberg wird ausgebaut. Mit 19 zusätzlichen Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte unterstützt das Land die Grundschulen und Schulen mit Sekundarstufe I im Kreis.

Dies teilen die CDU-Landtagsabgeordneten Claudia Ravensburg und Armin Schwarz mit. Der Leiter des Staatlichen Schulamts, Burkhard Schuldt, bestätigt dieses Zahlen.

„Aufgabe der neuen Kräfte ist die unterrichtsbegleitende Unterstützung, denn immer mehr Kinder mit Beeinträchtigungen besuchen die Regelschulen (Inklusion)“, erklärt Schuldt. Dazu zähle zum Beispiel die Einzelförderung im Sozial- und Arbeitsverhalten in Bezug auf Konzentration und Aufmerksamkeit. Aufgaben sind laut Schuldt aber auch Krisenintervention, Streitschlichtung, Beratung von Eltern, die Kooperation mit Lehrkräften sowie Netzwerkarbeit mit in diesem Bereich tätigen Institutionen.

Denn bereits jetzt gibt es im Kreis an 21 Schulen Schulsozialarbeiter, die im Umfang von 14 bis 25 Wochenstunden dort arbeiten, erklärt Kreissprecher Hartmut Wecker. Während die sozialpädagogischen Kräfte des Landes sich im Kreis auf die Unterrichtsbegleitung konzentrieren sollen, biete der Kreis zu großen Teilen Jugendhilfe am Ort Schule an. Dazu zählen individuelle Einzelfallhilfen wie Beratung von Schülern, Hausbesuche und Zusammenarbeit mit passenden Fachdiensten. Zusätzlich werden Angebote zum sozialen Training angeboten. Die Stellen werden zu je einem Drittel durch den Kreis, das Land und aus den Ganztagsmitteln oder dem Großen Schulbudget finanziert.

Auch die Lehrergewerkschaft GEW begrüßt die zusätzliche Hilfe. Allerdings, so Kreisvorsitzende Sieglinde Peter-Möller, sei „es nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, da die Arbeitsbelastung noch immer zu hoch und die Klassen zu groß seien.

Hintergrund

Hessenweit wurden insgesamt 700 Stellen für Soziapädagogen geschaffen, 400 davon an Grundschulen. Sie gehen auf den „Erlass zur Umsetzung der unterrichtsbegleitenden Unterstützung durch sozialpädagogische Fachkräfte (UBUS) zur Erfüllung des Bildungs- und Erziehungsauftrages an Grundschulen und an weiterführenden Schulen in Hessen“ zurück. 

Die Stellen sind laut Kultusminister Alexander Lorz offen für unterschiedliche Berufsbilder: Sozialarbeiter und Sozialpädagogen, Erzieher und andere pädagogische Fachkräfte. Zur Finanzierung der Stellen wurden insgesamt 54 Millionen in den laufenden Doppelhaushalt 2018/19 eingestellt.  

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare zu diesem Artikel