Schweinegrippe im Landkreis

- Waldeck-Frankenberg (mba). Die Schweinegrippe hat den Landkreis erreicht: Drei junge Männer, die in Spanien im Urlaub waren, sind erkrankt. Für Panik besteht aber laut Gesundheistamts kein Grund, denn die Krankheit verläuft milde.

Bei Dr. Hannelore Wendt, Leiterin des Kreisgesundheitsamtes, klingelt in dieser Woche sehr oft das Telefon. Besorgte Urlaubsrückkehrer und Menschen, die noch verreisen wollen, fragen nach Informationen über die Schweinegrippe H1N1. Ein Grund dafür sind die sich häufenden Meldungen über Urlauber, die sich in ihren Ferienländern angesteckt haben. Spanien-Urlauber Besonders beunruhigt sind die Anrufer wegen der Nachricht, dass es nun auch im Landkreis Waldeck-Frankenberg bestätigte Fälle von Schweinegrippe gibt: Drei junge Männer im Alter zwischen 16 und 22 Jahren haben sich vermutlich im Urlaub mit dem H1N1-Virus infiziert. Alle waren vor kurzem aus Spanien zurückgekehrt, wo sie unabhängig voneinander mit Reisegruppen unterwegs waren – zwei auf Mallorca, einer an der Costa Brava. Zur Angst vor der unheimlichen Grippe trägt nicht zuletzt auch die BILD-Zeitung mit der reißerischen Überschrift „Virus außer Kontrolle“ bei. Dabei besteht laut Gesundheitsamtschefin Dr. Wendt derzeit absolut kein Grund für Angst und Panik: „Die Schweinegrippe verläuft bislang für die Mehrheit der infizierten Menschen milde. Man sollte das Virus ernst nehmen, aber man darf den Menschen keine Angst machen.“ Auch der Zustand der drei Erkrankten sei nicht dramatisch und es gehe ihnen schon wieder besser. Hannelore Wendt: „Es sind keine schweren Krankheitsverläufe. Sie sind zu Hause und werden gegen die Symptome behandelt.“ Die Erkrankten bleiben vorerst sieben Tage zu Hause. „Es wird davon ausgegangen, dass die Krankheit noch eine Woche nach Ausbruch ansteckend ist“, so Wendt. Das bekannte Grippe-Medikament Tamiflu wird bei den drei Männern nicht angewandt, da die Krankheit schon wieder am Abklingen sei. „Tamiflu wird nur in den ersten Tagen eingesetzt, falls der behandelnde Arzt das für notwendig hält“ erklärt die Medizinerin. Das sei abhängig von der Schwere der Erkrankung und dem allgemeinen Gesundheitszustand der Patienten. Einen schwereren Verlauf kann die Grippeerkrankung allerdings bei besonders anfälligen Personen nehmen. Dazu gehören zum Beispiel Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder einem geschwächte Immunsystem, aber auch Schwangere und Säuglinge. Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ am Freitag, 24. Juli 2009.

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