Kran kippt am Frankenberger Bahnhof um

Schwergewicht hilft Schwergewicht

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EIn Hochbaukran ist am Frankenberger Bahnhof umgestürzt.

Frankenberg - Wenige falsche Handgriffe haben genügt, dass ein Kran auf dem Bahnhofsvorplatz umgekippt ist. Verletzt wurde niemand.

Zentimeter um Zentimeter löst sich das Ungetüm vom Boden. Metall ächzt, schwere Dieselmotoren brummen - dann schwebt der Kran, getragen von einem ungleich größeren Bruder. Gestern Vormittag musste am Frankenberger Bahnhof ein Autokran einem umgekippten Baukran aufhelfen - beim Sturz selbst wurde niemand verletzt.

Umgekippt war der Hochbaukran der Korbacher Baufirma Friedrich Fisseler beim Abbauen: Das Gerät sollte innerhalb der Baustelle umgestellt werden. „Dabei ist es nötig, dass zwei Bolzen umgesteckt werden“, erläutert Karl-Heinz Wilke, kaufmännischer Geschäftsführer des Unternehmens, und ergänzt: „Das wurde leider vergessen.“ Es habe jedoch zu keiner Zeit die Gefahr bestanden, dass jemand zu Schaden kommt: Der Bereich um den Kran sei wegen des Abbaus ohnehin frei von Arbeitern gewesen. „Und es ist für uns das Wichtigste, dass niemand verletzt wird“, ergänzt Wilke.

Wie hoch allerdings der Schaden an dem fünf Jahre alten Kran ist, bleibt abzuwarten. Laut Wilke sollen Sachverständige des Herstellers aus dem niedersächsischen Peine den Kran möglichst noch an der Baustelle unter die Lupe nehmen. Anschließend müsse das Gerät gebenenfalls repariert und vom TÜV abgenommen werden.

Die akute Sicherung übernahmen Mitarbeiter der Baufirma und das Unternehmen Archinal aus Wetter mit einem Autokran, die den Kran in stundenlanger Arbeit wieder fest auf den Boden brachten. Für viele Reisende war dies eine Abwechslung beim Warten auf den Zug oder Bus.

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