Gerissene Bremsscheibe, Abweichung von genehmigter Strecke

Schwertransport endet vor Helser Bahnbrücke

Bad Arolsen - Weil er schlauer sein wollte, als die Straßenverkehrsbehörde ist am Dienstagvormittag der Fahrer eines Schwertransportes von der genehmigten Fahrstrecke abgewichen. Er verließ sich auf sein Navigationsgerät und irrte auf der Suche nach seiner Entladestelle durch die Bad Arolser Innenstadt.

Einige Verkehrsteilnehmer wiesen ihn dann wieder auf den richtigen Weg, bis plötzlich ein unerwartetes Hindernis in Form eines Brückenbauwerkes mit einer Durchfahrhöhe von vier Metern vor dem LKW auftauchte. Nun war guter Rat teuer, denn die Ladungshöhe des LKW lag bei 4,45 Metern.

Nachdem der türkische Fahrer die genaue Durchfahrhöhe ausgemessen und die Luft aus den Reifen gelassen war, tastete er sich in Schrittgeschwindigkeit durch das Hindernis. Nach dieser zeitaufwändigen Prozedur mit Zentimeterarbeit wurde der LKW von einer Streife des Regionalen Verkehrsdienstes einer Kontrolle unterzogen.

Dabei stellten die Beamten erhebliche Mängel an der Zugmaschine des Schwertransportes fest. Nicht nur, dass der Fahrer von der genehmigten Fahrstrecke abgewichen war, er konnte auch keinerlei Bescheinigungen über seine Arbeitszeiten vorlegen. Die schwerwiegendsten Mängel waren allerdings zwei gerissene Bremsscheiben an der Vorderachse der Zugmaschine. Michael Chirakakis vom Verkehrsdienst: „Die beiden Scheiben hätten jederzeit brechen können, so dass die Vorderachse nicht mehr zu bremsen ist. Die Folgen möchte ich mir gar nicht ausmalen“.

Die Beamten ermöglichten zunächst den Entladevorgang bei einer nahegelegenen Bad Arolser Firma, untersagten dann die Weiterfahrt und stellten den LKW sicher. Erst nach erfolgter Reparatur darf er seine Fahrt fortsetzen. Fahrer und Halter erwarten zudem ein Bußgeld in Höhe von mehreren Hundert Euro. (r)

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